"Kurhaus sucht Bauern" für noch mehr Lokalkolorit in der Schärdinger Kurhaus-Küche
SCHÄRDING. „Bei uns sucht nicht der Bauer eine Frau, bei uns heißt's Kurhaus sucht Bauern“, erzählt Direktor Harald Schopf vom neuesten Projekt im Kurhaus Schärding. Fest davon überzeugt, dass die Feldfrüchte der Region ohne lange Transportwege die besten Zutaten für gesunde und schmackhafte Gerichte sind, lädt er nun regionale Landwirte ein, für das Kurhaus Gemüse anzubauen.

„Think global, act local“, fasst Harald Schopf, Direktor des Kurhauses Schärding, die Philosophie des Hauses zusammen. Mit dem neuen Projekt „Kurhaus sucht Bauern“ macht das Zentrum für natürliche Heilkunde den nächsten Schritt auf diesem Weg. „Wir möchten regionalen Bauern auch mit einer kleinstrukturierten Landwirtschaft ein faires und gutes Auskommen sichern, indem diese für uns Gemüse anbauen“, erzählt Schopf vom zusätzlichen Reiz dieses Projekts.
80 Prozent Gemüse in der Kurhausküche
80 Prozent der Lebensmittel, die in der Kurhausküche verarbeitet werden, sind Gemüse - viel davon stammt schon jetzt aus der Region. Vor allem aus dem Eferdinger Becken bezieht Küchenchef Gernot Flieher sein Gemüse im Sommer. Schon bald sollen lokale Landwirte das Kurhaus beliefern. „Aufgrund unserer stabilen Hotelauslastung wissen wir genau, wann wir welches Gemüse in welcher Menge brauchen und garantieren auch einen fairen Preis“, ergänzt Schopf und lädt all jene ganz herzlich ein, an diesem besonderen Abenteuer mit zu machen, die ihre Landwirtschaft mit Herz und Seele betreiben. Von der Qualität überzeugt sich der Küchenchef selbst vor Ort. Auch die Kurgäste sollen die Höfe, von denen das Gemüse auf ihren Tellern stammt, besuchen können. „Vielleicht finden sich sogar ein paar Erntehelfer“, sagt Schopf.
Zwei Gemüsebauern sind bereits gefunden
Simon Floss, landwirtschaftlicher Direktvermarkter aus Andorf, und die Familie Reisinger mit ihren Bio-Erdäpfeln aus Taufkirchen, sind Gemüsebauern mit Herz und beliefern das Kurhaus bereits. Sollten sich noch weitere Landwirte aus dem Bezirk - Sauwald oder Pramtal - für diese Idee begeistern können, freut sich Küchenchef Gernot Flieher sehr über eine Kontaktaufnahme. „Wir sind auch total offen für kreative Spinner“, sagt Schopf, der schon neugierig ist, welch große Vielfalt an Gemüsesorten in der Region angebaut wird. Der Bedarf sei so groß, ein einziger Landwirt könne diesen nicht decken.
Umsatzstärkstes Jahr in der Geschichte des Kurhauses
Mit mehr als 4000 Gästen und einem deutlichen Plus an Nächtigungen war das Jahr 2017 das umsatzstärkste in der Geschichte des Kurhauses. Auch der Start in das neue Jahr ist sehr zur Freude von Kurhaus-Direktor Harald Schopf bestens gelungen, das Hotel ist bereits bis Ostern ausgebucht. Die Ayurveda-Angebote sind bereits bis Juni ausgebucht.
Journalisten der New York Times auf Recherche-Besuch
Während andere Gesundheitsbetriebe zusperren, erfreut sich das Kurhaus in Schärding immer größerer Beliebtheit und dies mittlerweile auch international. Kommt der Großteil der Gäste aus Österreich und Deutschland, so konnte zum Beispiel der Anteil an Schweizer Gästen im vergangenen Jahr verdoppelt werden. Auch Gäste aus London oder Monaco aber auch aus Italien schätzen die ganzheitlich-therapeutische Kompetenz. Dass sich das Kurhaus weltweit bereits einen Namen machen konnte, zeigt auch das Interesse von Journalisten aus London und von der New York Times, die das Kurhaus im März zu Recherchezwecken besuchen.


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