Schmidseder und Glechner glauben an Annullierung der Meisterschaft
BEZIRK SCHÄRDING. Ob die Meisterschaft im Fußball-Unterhaus fortgesetzt wird, entscheidet sich im Laufe dieser Woche. Tips hat mit einigen Funktionären aus dem Bezirk über die aktuelle Situation gesprochen.

Normalerweise sind die Monate März bis Juni die interessantesten und spannendsten für alle Fußballfans. Kein Wunder, immerhin entscheidet sich im Frühjahr wer sich zum Meister krönt, die Champions League gewinnt beziehungsweise ab- und aufsteigt. Doch seit etwas mehr als drei Wochen wird fast nirgends auf der Welt gekickt und die Ligen ruhen - bis auf einige Länder (zum Beispiel Weißrussland), wo trotz der Coronakrise der Meisterschaftsbetrieb normal fortgeführt wird. Während in manchen Ländern die Fußballer bereits wieder in Gruppen trainieren dürfen, ist an ein solches Szenario im Fußball-Unterhaus noch nicht zu denken.
Fortsetzung im Frühjahr kaum vorstellbar
„Ich persönliche kann es mir nicht vorstellen, dass heuer noch Bewerbsspiele im Fußball-Unterhaus ausgetragen werden“, berichtet Georg Estermann, Sportchef der Union Eggerding. Estermann glaubt, dass die Saison im Frühjahr kommenden Jahres fortgesetzt wird. Eine Fortsetzung der aktuellen Saison im kommenden Frühjahr könnte sich auch Andreas Michl, Torhüter und Sportlicher Leiter von Landesliga-Herbstmeister SK Schärding, vorstellen. „Ob dies die beste Lösung wäre weiß ich nicht, aber auf alle Fälle die fairste“, meint der ehemalige Bundesliga-Profi.
Keine faire Lösung möglich
Friedrich Glechner, Sportchef des FC Andorf glaubt hingegen an eine Annullierung der Meisterschaft. „Ich gehe davon aus, dass die Saison annulliert wird. Egal wie sich der Verband schlussendlich entscheidet, eine Lösung mit der alle Vereine zufrieden sind, wird es nicht geben“, meint Glechner. Der Innviertler könnte sich vorstellen, die Saison im August fortzusetzen und im Sommer 2021 zu beenden: „Dann würde eben eine Landesliga-Meisterschaft nicht 26, sondern 39 Runden haben.“
Hoffnung auf Meisterschaftsspiele im Herbst
Christoph Schmidseder, seit Sommer Trainer der Union Suben, geht ebenfalls davon aus, dass alle Amateur-Ligen annuliert werden. „Ich glaube die Statuten sehen in einem solchen Fall wie wir ihn derzeit haben eine Annullierung der Meisterschaft vor. Dies würde aber natürlich die Tabellenführer besonderes hart treffen“, so Schmidseder, der hofft, dass im Herbst wieder Meisterschaftsspiele über die Bühne gehen. „Ich glaube und hoffe, dass wir im Herbst wieder spielen können. An einen Start jetzt im Frühling oder im Sommer glaube ich aufgrund des Coronavirus leider nicht. Es steht zurzeit die Gesundheit der Bevölkerung im Vordergrund und deshalb sind die Maßnahmen der Regierung auch sinnvoll und richtig.“


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