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BEZIRK SCHÄRDING. Die neue Steuerreform der Bundesregierung wird in drei Etappen bis zum Jahr 2023 umgesetzt. Davon sollen sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber profitieren.   

ÖVP-Klubobmann August Wöginger (l.) und FP-Nationalrat Hermann Brückl sind begeistert von der neuen Steuerreform. (Foto: OTarabic)

„Die neue Steuerreform ist ein Meilenstein in der Geschichte Österreichs. Besonders stolz bin ich drauf, dass wir dadurch keine neuen Schulden machen müssen“, berichtet ÖVP-Klubobmann August Wöginger im Zuge der Pressekonferenz, die beim Stadtwirt in Schärding durchgeführt wurde. Von der Entlastung, die durch die neue Steuerreform gewährleistet wird, sollen Arbeitnehmer, Pensionisten, Wirtschaftstreibende sowie Kleinunternehmer und Landwirte profitieren. „Mehr Geld für alle. So könnte man die Steuerreform am besten beschreiben“, informiert Hermann Brückl, Nationalrat und Finanzsprecher der Bundesregierung. Durch die Entlastung soll das Wirtschaftswachstum um mehr als ein Prozent erhöht werden, die Zahl der Beschäftigten um mehr als ein Prozent steigen und die Arbeitslosenquote um mehr als 0,4 Prozent gesenkt werden.

Senkung der Sozialversicherungsbeiträge

Besonders wichtig war es der Bundesregierung, dass Arbeitnehmer mehr Geld zur Verfügung haben. Dies ist möglich, da sowohl Sozialversicherungsbeiträge als auch Steuertarife gesenkt werden. „Ein Arbeitnehmer, der durchschnittlich 1.500 Euro brutto verdient, darf sich über eine Entlastung von 528 Euro pro Jahr freuen. Für jene, die 5.000 Euro monatlich verdienen, bleiben am Jahresende rund 1.427 Euro mehr übrig“, so August Wöginger, der hinzufügt: „Im Zuge der Ausarbeitung der neuen Reform war es uns besonders wichtig, dass Kleinverdiener davon profitieren.“

Entlastung der Wirtschaft

Beginnend mit 2020 werden Unternehmen mit mehr als 1,5 Milliarden Euro entlastet. Dazu beitragen soll die Senkung der Körperschaftssteuer von 25 auf 21 Prozent. Weiters wird für Unternehmen der Gewinnfreibetrag von 30.000 auf 100.000 Euro ausgeweitet. „Durch die Entlastung für Unternehmen sollen Investitionsanreize geschaffen werden. Damit sollen unsere zahlreichen Groß- und Kleinbetriebe auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben“, meint Hermann Brückl, der auf eine Investionsoffensive seitens der Unternehmen hofft: „Je mehr investiert wird, umso mehr Arbeitsplätze werden geschaffen.“

Keine neuen Schulden

Mehr Geld für alle, ohne neue Schulden aufzubauen – ein Projekt, das der Regierung gelungen ist. „Wenn in Zukunft jeder mehr Geld zur Verfügung hat, dann wird dieses auch wieder ausgegeben. Damit wird die regionale Kaufkraft gestärkt“, meint Nationalrat Hermann Brückl, der hinzufügt: „Durch die Tatsache, dass wir keine neuen Staatsschulden aufbauen wollen, wird die Steuerreform in Etappen umgesetzt. Anders wäre dies nicht möglich gewesen.“

Weniger Geld für Gemeinden

Die einzigen, die durch die Steuerreform weniger Geld zur Verfügung haben werden, sind die Gemeinden. „So schlimm sehe ich diese Tatsachen nicht. Denn, wenn die Unternehmen hier bei uns investieren oder sich ansiedeln, sorgen sie für weitere Steuereinnahmen, die dann wieder den Gemeinden zugutekommen“, meint Brückl.

Keine Steuererhöhungen

Durch die Steuerreform haben die beiden Regierungsparteien ihr Wahlversprechen gehalten, keine Steuererhöhungen durchzuführen. „In dieser Legislaturperiode wird es sicher zu keinen Steuererhöhungen kommen. Das haben wir unseren Wählern im Zuge des Wahlkampfes versprochen und dazu stehen wir“, informiert Hermann Brückl.


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