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BEZIRK. Im August ist die Arbeitslosigkeit im Bezirk Schärding um 31,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Den 1150 Arbeitslosen im Bezirk stehen derzeit nur 451 offene Stellen gegenüber.  ÖGB-Regionalvorsitzender Wolfgang Mitter fordert wirksame Maßnahmen.

Wolfgang Mitter (Foto: ÖGB)
Wolfgang Mitter (Foto: ÖGB)

„Damit sieht man, dass es im Moment für viele Menschen gar nicht möglich ist, eine Arbeit zu finden“, sagt der Regionalvorsitzende des Österreichischen Gewerkschaftsbunds (ÖGB) Schärding, Wolfgang Mitter. Ohne die von den Sozialpartnern verhandelte Kurzarbeit, die ab 1. Oktober in ihre dritte Phase geht und für weitere sechs Monate gilt, würde die Situation laut Mitter sogar noch schlimmer aussehen. „Genau aus diesem Grund müssen wir noch einmal an die Bundesregierung appellieren, das Arbeitslosengeld zumindest für die Fortdauer der Krise von 55 auf 70 Prozent anzuheben. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Menschen auch weiterhin ihre Rechnungen bezahlen können“, meint Mitter.

Arbeitszeitverkürzung wäre Gebot der Stunde

Neben der Erhöhung des Arbeitslosengeldes sind auch Maßnahmen notwendig, die Arbeitsplätze absichern. Dafür fordert der ÖGB die Möglichkeit einer geförderten Vier-Tage-Woche. „Die Arbeitszeit zu verkürzen wäre gerade in Krisenzeiten ein Gebot der Stunde. Wir werden uns auch in Zukunft darüber Gedanken machen müssen, wie wir die Arbeit auf die Menschen aufteilen“, so Mitter. Und weiter: „Es ist bestätigt, dass mit einer kürzeren Arbeitszeit die Zufriedenheit und Produktivität der MitarbeiterInnen steigt. Außerdem ist es dann einfacher, Beruf, Familie und Freizeit vereinbaren zu können.“


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