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SCHÄRDING. Zwei Jahre Coronapandemie sind auch an der Barockstadt Schärding und dessen Tourismus nicht spurlos vorübergegangen. Wie es mit dem Tourismus nun aussieht und welche Aktivitäten geplant sind, um diesen wieder anzukurbeln, verrät Sara Schneider, Büroleiterin des Tourismusvereines Schärding, im Tips-Interview.

Sara Schneider, Büroleitung Tourismusverein Schärding (Foto: privat)
Sara Schneider, Büroleitung Tourismusverein Schärding (Foto: privat)

Tips: Die letzten zwei Jahre waren aus touristischer Sicht eher schwierig: wie seid ihr durch die Coronajahre gekommen?

Sara Schneider: Die Corona-Krise hat die Tourismusbranche natürlich hart getroffen und vor allem die diversen Lockdowns haben es für unsere Branche nicht gerade leichtgemacht. Dennoch möchte ich betonen, dass vor allem die Sommermonate, in denen die Betriebe ihre Türen wieder öffnen durften, viel verlorenes Geschäft hereingeholt haben. Einige Unternehmer waren auch nicht untätig und haben die Zeit genutzt, um ihre Betriebe auf Vordermann zu bringen.

Tips: Überall ist nun wieder Aufschwung zu bemerken: Wie sieht das beim Tourismus in Schärding aus?

Schneider: Aktuell besteht eine sehr große Nachfrage im Bereich Tages- und Radtourismus in unserer Barockstadt und wir spüren auch einen enormen Anstieg im Nächtigungsbereich. Der Sommer 2022 sollte also aus touristischer Sicht sehr positiv für Schärding werden.

Tips: Wie entwickeln sich aktuell die Nächtigungszahlen in Schärding?

Schneider: Wie gesagt, neben der Zunahme im Bereich des Tagestourismus nehmen auch die Hotelbuchungen zu. Die Rückmeldungen, die wir von unseren Nächtigungsbetrieben bekommen, sind wirklich vielversprechend.

Tips: Welche Aktivitäten habt ihr für dieses Jahr geplant? Welche Aktivitäten plant ihr für die nächsten Jahre?

Schneider: In Schärding gibt es für jeden Geschmack die richtige Attraktion. Für Naturbegeisterte wurde gerade jetzt im Mai der neue „Donauradweg Reloaded“ eröffnet, der 15 neue Routen entlang des Inn- und Donauradweges bis ins Hinterland beinhaltet. Zwei der Touren starten und enden in Schärding an der Schiffsanlegestelle. Vor kurzem ist auch eine neue vierteilige Wanderkarte herausgekommen, die vom Tourismusverband Donau OÖ in Kooperation mit den 38 Mitgliedsgemeinden – darunter auch Schärding – zusammengestellt wurde. Außerdem gibt es nach zwei Corona-bedingt etwas ruhigeren Jahren wieder tolle Veranstaltungen in der Barockstadt. Das Schärdinger Schlemmerfest zu Ferienbeginn, das Altstadtfest und das Kellerbierfest – um einige Beispiele zu nennen – sind neben unzähligen Lesungen, Konzerten und Kabaretts im Schlosspark und im Kubinsaal geplante Events, die Einheimische und Gäste gleichermaßen begeistern werden.

Tips: Was sollte man bei einem Besuch in Schärding auf keinen Fall versäumen?

Schneider: Ob für Groß oder Klein – die Barockstadt hat viel Interessantes zu bieten. Auf dem mittelalterlichen Themenweg Via Scardinga können Kinder und Erwachsene bei 22 teils interaktiven Stationen kuriose Details über Schärdings Geschichte erfahren. All jene, die gerne etwas mehr über die Barockstadt und ihre Vergangenheit wissen möchten, haben die Möglichkeit an einer Stadtführung mit einem erfahrenen Schärding Guide teilzunehmen. Wer schaurig schönen Geschichten lauschen will, sollte unseren Schärdinger Nachtwächter bei seinem abendlichen Rundgang begleiten. Kulturbegeisterte zieht es oft in eines unserer Museen oder auch zu Veranstaltungen in den Schlosspark, in die Schlossgalerie oder in den Kubinsaal. Aber nicht nur an Land, sondern auch zu Wasser kann man in Schärding was erleben. An Bord von Kapitän Schaureckers Panoramaschiff kann man die Natur und ihre Schönheit bei einer zweistündigen Schifffahrt durch die Schärdinger Innauen genießen. Da Schärding vor allem auch für eine vielfältige Kulinarik bekannt ist, hält die Barockstadt für jeden Geschmack die richtige Lokalität bereit – vom gemütlichen Wirtshaus über zahlreiche Cafés und Bars bis hin zur gehobenen Haubenküche. In der weltweit ersten Bierapotheke in der Brauerei Baumgartner können Freunde des Gerstensaftes diesen nach einer Brauereiführung verkosten. Alles in allem gibt’s in Schärding eigentlich fast nichts, was es nicht gibt.

Tips: Wo ist Ihr Lieblingsplatz in Schärding?

Schneider: Persönlich genieße ich es sehr an der Innpromenade spazieren zu gehen, da ich dort am besten abschalten kann. Ich mag es allerdings auch gerne durch die verwinkelten Gässchen und über den bunten Stadtplatz zu schlendern, wo sich immer was tut und man verschiedenste kleine Geschäfte findet. Die Stadt selbst bietet so viel Herzlichkeit und Individualität, wie man sie sonst nirgendwo so schnell findet.


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