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110-kV-Freileitung: Enteignete erhalten höhere Entschädigung

Walter Horn, 12.04.2024 15:32

RIED, RAAB. Der Oberste Gerichtshof (OGH) hat Grundeigentümern, die wegen des Baus der 110-kV-Freileitung Ried-Raab enteignet wurden, höhere Entschädigungen zugesprochen.

Höhere Entschädigungen für enteignete Grundeigentümer (Foto: Energie AG)
Höhere Entschädigungen für enteignete Grundeigentümer (Foto: Energie AG)

Insgesamt werden die Entschädigungen um mehr als eine Million Euro aufgestockt. Zur Begründung führt der OGH aus, dass bei einer teilweisen Enteignung auch der Wertverlust des restlichen Grundes des enteigneten Grundbesitzers zu berücksichtigen sei.

Somit kommt es bei einzelnen Betroffenen zu einer Verdoppelung bis zu einer Verdreifachung der von der Behörde zugesprochenen Entschädigungsbeträge.

Leitung seit 2022 in Betrieb

Die 110-kV-Freileitung zwischen Ried und Raab ist seit Juni 2022 in Betrieb.

Die Diskussionen und Verhandlungen um ihren Bau zwischen Grundstückseigentümern und Anrainern auf der einen sowie der Energie AG auf der anderen Seite zogen sich über ein Vierteljahrhundert. Der Rechtsstreit um die Entschädigungen dauerte sechs Jahre.

Erdkabel abgelehnt

In dieser Zeit haben Grundstückseigentümer auch angeboten, ihre Grundstücke kostenlos für den Bau einer Kabelleitung in der Erde angeboten. Das wurde aber aus technischen und Kostengründen abgelehnt.


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