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SCHILDORN. Zu einem außergewöhnlichen Elternabend lud die Volksschule Schildorn: SV Ried-Trainer und Sportdirektor Gerald Baumgartner referierte zum Thema „Was die Schule vom Sport lernen kann“.

Gerald Baumgartner referierte in der Volksschule Schildorn. (Foto: VS Schildorn)
  1 / 2   Gerald Baumgartner referierte in der Volksschule Schildorn. (Foto: VS Schildorn)

Er schilderte seine Arbeit und spannte einen weiten Bogen von Motivation über die Notwendigkeit klarer Regeln oder den Einfluss der Tagesform auf die Leistung bis hin zum Umgang mit Niederlagen.

Immer wieder spielte Baumgartner den Querpass von den Kickern zu den Kindern. Etwa mit der Feststellung: „Wenn wir Erfolg haben wollen, dürfen wir keine Angst haben. Wenn ich jemanden immer schimpfe, kann sich kein Selbstvertrauen entwickeln. Jeder Mensch braucht Lob.“ Allerdings dürfe es Belohnung immer nur für Leistung geben.

Handwerk

Der SVR-Trainer sieht Sport als Handwerk: „Wenn man übt und übt und übt, wird man besser.“ Im Training gehe es aber nicht in erster Linie darum, das zu tun, was bereits gut funktioniert, auch wenn das mehr Spaß mache. Vielmehr müsse speziell bei den Defiziten angesetzt werden: „Was wir nicht können, müssen wir üben.“ Baumgartner sprach von „Förderunterricht dort, wo es Schwächen gibt“.

Spielerisch fordern

„Fordern und zu fördern“, nannte Baumgartner als zentrale Herausforderung. Das gelte für Kinder wie für Profisportler. Wenn sie unterfordert seien, tauge das seinen gar Spieler nicht: „Solange sie gefordert sind, sind sie voll Energie.“ Deshalb baue er im Training viele Wettbewerbe ein, um sie auf spielerische Weise zu fordern. Auch werde nach Siegen intensiver trainiert, um das Erfolgserlebnis auszunützen.

Gesamtleistung

Die Spieler würden laufend getestet, berichtete Baumgartner. Allerdings müsse differenziert werden. So gebe es beispielsweise langsamere Spieler, die bei Schnelligkeitstests immer hinten lägen. Entscheidend sei jedoch die Leistung auf dem Spielfeld. Sprich, auf die Schule umgelegt: Nicht einzelne Noten sind wichtig, sondern die Gesamtleistung und der Lernfortschritt insgesamt.

Vertrauen aufbauen

Als seine vorrangigste und wichtigste Aufgabe nannte Baumgartner, Vertrauen zu den Spielern aufzubauen: „Ich muss in ihre Herzen vordringen können.“ Nur dann würden sie ihm zuhören, könne er ihnen etwas vermitteln. Das gelte wohl auch für Lehrerinnen und Lehrer.


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