Gemeinderat hat Auflassung der Volksschule beschlossen
SCHWARZENBERG. In der letzten einklassig geführten Volksschule im Bezirk sind die Tage gezählt: Mit Ende des Schuljahres wird die Schule in Schwarzenberg zugesperrt – das hat der Gemeinderat am Freitag beschlossen.

Wie in den Tips vor wenigen Wochen zu lesen war, stand die Zukunft der kleinen Schule schon länger auf wackligen Beinen. Der Gemeinderat hat jetzt einen Schlussstrich gezogen: Mit 12:1 Stimmen wurde die Auflassung der Volksschule Schwarzenberg beschlossen. „Hauptargument war die vom Pflichtschulinspektor angekündigte Wochenstundenreduktion von 34 auf nur mehr 29 Stunden, womit eine pädagogisch wertvolle Unterrichtsgestaltung nicht mehr leistbar ist“, informiert Bürgermeister Michael Leitner. Der Gemeinderat habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht und viele Aspekte um das Für und Wider berücksichtigt, so Leitner weiter. Im Vorfeld wurden von ihm und Bettina Nigl „in einem Was-wäre-wenn-Szenario eine Vielzahl von Vorgesprächen mit den verschiedensten Personen, Institutionen und Entscheidungsträgern auf Gemeinde-, Bezirks- und Landesebene geführt, um das Für und Wider abzuwägen“, heißt es in einem amtlichen Mitteilungsblatt, das dieser Tage an die Schwarzenberger Bevölkerung geht.
Bürgermeister Leitner bedankt sich darin auch bei Direktorin Marianne Zoitl für ihren Einsatz und die gute Unterrichtsqualität trotz der schwierigen Umstände in einer einklassigen Schule. Die Eltern selbst haben sich schon zuvor mehrheitlich für eine Schulschließung ausgesprochen.
Schüler wechseln nach Klaffer
15 Kinder (davon fünf Schulanfänger) hätten nach derzeitigem Stand im Herbst die Schule besucht. Künftig werden die Schwarzenberger Kinder in Klaffer die Schulbank drücken. „Von Bürgermeister Franz Wagner und Volksschul-Direktorin Christine Haselsteiner wird die bestmögliche Unterstützung zugesagt – auch was die Einbindung der Schwarzenberger Eltern bei Entscheidungen betrifft“, sagt der Bürgermeister. Jetzt muss er sich Gedanken über die Nachnutzung des Schulgebäudes machen. Ideen und Vorschläge können am Gemeindeamt bekannt gegeben werden.
Vor 40 Jahren musste die Volksschule in Hinteranger schließen, 32 Schüler wurden nach Schwarzenberg umgeschult. Seit dem Jahr 1975 gab es also nur mehr eine Schule im Gemeindegebiet. Diese wird nach dem Gemeinderats-Beschluss mit Ende des laufenden Schuljahres ebenfalls geschlossen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden