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SCHWARZENBERG/KLAFFER. Gestern kreiste der Hubschrauber Augusta Bell des österreichischen Bundesheeres über das Dreiländereck - mit gutem Grund: Es war nämlich ein Erkundungsflug für die großangelegte Katastrophenübung, die sich Anfang Juli in dieser Region abspielen wird. Angenommen wird ein Waldbrand, gegen den Einsatzkräfte aus dem Mühlviertel, Bayern und Südböhmen gemeinsam kämpfen müssen.

Vom Hubschrauber aus wurde das Übungsgebiet in Augenschein genommen.
  1 / 3   Vom Hubschrauber aus wurde das Übungsgebiet in Augenschein genommen.

Von 30. Juni bis 2. Juli spielt sich die „Austrian Bavarian Czech Forest Fire Drill“ mit Einsatzkräften aus drei Ländern im Gebiet rund um den Dreisessel ab. Eine Übung in diesem Ausmaß ist wohl einzigartig. Schon jetzt laufen die Vorbereitungen dafür, Organisationsteams aus Bayern, Österreich und Tschechien arbeiten Hand in Hand zusammen.

Viele Gefahren

Gerade ein Waldbrand beinhaltet viele Gefahren für Mensch, Tier und Umwelt. Ohne Hilfe und Spezialgerät, sind die örtlichen Feuerwehren oft machtlos. Entsprechendes Gerät wird an zentraler Stelle vorgehalten. Das ist auch nötig, schließlich handelt es sich bei Waldbränden meist um großflächige und Einsatz intensive Szenarien in schwer zugänglichem Gelände.

Grenzübergreifender Einsatzplan

Das Interreg Kleinprojekt „Grenzübergreifender Einsatzplan OÖ-BY für effizienten Waldbrandschutz“ beschäftigt sich mit dieser Thematik. Momentan werden für einen großflächigen Waldbrand im Böhmerwald Einsatzunterlagen vorbereitet, um einen Waldbrand im Dreiländereck zwischen Oberösterreich und Bayern effizient löschen zu können. Damit sollen Schäden an Fauna, Flora, Gebäuden reduziert und Menschenleben gerettet werden.

Zusammenarbeit üben

Die Übung ist vor allem wichtig um die grenzüberschreitende Stabsarbeit zu proben. Außerdem sollen Bewegungsmöglichkeiten der Einsatzkräfte im Gelände gesichtet werden. Die Übung der Zusammenarbeit mit Behörden und Grundeigentümern ist ebenfalls ein Ziel. Man will zudem Rückschlüsse auf Löschwasserentnahmestellen erhalten und sich im Anschluss regelmäßig treffen mit der Absicht, bei relevanten Änderungen die Einsatzpläne zu überarbeiten.


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