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Ein Gemeindeamt mit zwei Standorten: Klaffer und Schwarzenberg führen zusammen, was schon lange funktioniert

Martina Gahleitner, 16.09.2017 11:24

SCHWARZENBERG/KLAFFER. Es ist keine Fusion, die in den beiden nördlichsten Gemeinden des Bezirkes angedacht ist, aber eine verstärkte Zusammenarbeit: Ab Juli 2018 werden die beiden Gemeindeämter von Klaffer und Schwarzenberg auf eines zusammengelegt, allerdings mit zwei Standorten.  

  1 / 2   In Klaffer wird ab Mitte 2018 das gemeinsame Gemeindeamt Klaffer-Schwarzenberg zu finden sein, hier wird die Verwaltung zusammengelegt. Foto: Gemeinde Klaffer

In Klaffer wird das künftige Gemeindeamt Klaffer-Schwarzenberg angesiedelt. Dort wird die Verwaltung zusammengefasst und eine Organisationseinheit geschaffen, die für die verschiedenen Bereiche in beiden Gemeinden zuständig ist. Zugleich bleibt in Schwarzenberg eine Bürgerservicestelle erhalten, die jeden Vormittag sowie einmal am Nachmittag besetzt ist. Je nach Bedarf kann das natürlich erweitert werden, informiert Schwarzenbergs Bürgermeister Michael Leitner. „Wir wollen damit auch unsere Halbtageskraft erhalten, denn Arbeitsplätze sind ohnehin rar in unserer Gemeinde“, ergänzt Leitner.

Situation nutzen

Gemeinsam mit seinem Amtskollegen aus Klaffer, Franz Wagner, hat er sich Gedanken über die künftige Zusammenarbeit und auch über Budgeteinsparungen gemacht. Der jetzige Zeitpunkt zur Zusammenführung bietet sich an, weil die Amtsleiterstelle in Schwarzenberg frei geworden ist (Bernhard Hain macht nach seinem Wechsel ins Landratsamt Freyung-Grafenau von seinem zweijährigen Rückkehrrecht als Beamter nicht Gebrauch). „Es ist besser wir haben's in der Hand, als dass es uns vorgeschrieben wird“, ist er überzeugt.

Spezialisierung hilft Bürgern

Die Verwaltungszusammenarbeit bringt auch Mehrwert für die Bürger, da sich die Mitarbeiter auf ihre Bereiche, etwa Buchhaltung oder Baurecht, spezialisieren können. „Wir müssen unsere Zusammenarbeit, die auf informellen Weg ohnehin schon lange passiert, intensivieren, um die Aufgaben bewältigen zu können. Denn es wird alles komplizierter“, sagt der Schwarzenberger und weist etwa auf die doppelte Buchhaltung hin, die für Gemeindeämter vorgeschrieben wird. Leitner und Wagner betonen aber, dass keine Fusion angedacht ist - die Gemeinden mit ihren Bürgermeistern, und Gemeinderäten bleiben erhalten.

Als nächster Schritt werden die Gemeinderäte in Klaffer und Schwarzenberg den Grundsatzbeschluss für die Verwaltungszusammenarbeit fassen. Mit 1. Juli 2018 soll dann der offizielle Start erfolgen.


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