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SPÖ äußert Kritik: Verkehrsberuhigung für den Ortsteil Furth bleibt auf der Strecke

Mag. Melanie Mai, 26.05.2020 10:22

SCHWERTBERG. Lange diskutiert wurde bei der letzten Gemeinderatssitzung in Schwertberg über den für 2020 geplanten Bau eines Geh- und Radweges entlang der alten B3 von Furth in Richtung Aisthofen.

Schwertbergs Vizbürgermeister Karl Weilig ist unzufrieden mit der beschlossenen Lösung in Furth. Foto: SPÖ Schwertberg

Grundsätzlich begrüßten alle Fraktionen im Gemeinderat, dass das lange geplante Projekt dieses Jahr umgesetzt wird. Mit der Finanzierung und der Ausführung war die SPÖ Schwertberg aber nicht einverstanden. 2014 gab es Verhandlungen mit dem Land OÖ und den Anrainergemeinden über den Ausbau des Knoten Oberwagram, um die Übersiedlung der Firma Petschl an den neuen Standort zu ermöglichen. Die damalige Gemeindeführung konnte für die finanzielle Beteiligung der Gemeinde eine schriftliche Zusage des damaligen Landeshauptmann-Stellvertreters und Straßenbaureferenten erreichen. Dieser sicherte den Bau des Geh- und Radweges und die Sanierung mit Rückbau der B3 zu. Die Kosten dafür sollten das Gemeindebudget nicht belasten und die Gemeinde sollte die Straße nach Sanierung als Gemeindestraße übernehmen. Danach sollten Maßnahmen bei der Kreuzung in Furth erfolgen. „Bei der jetzigen Variante muss die Gemeinde Schwertberg 50 Prozent der Kosten von geschätzten 182.000 Euro für den Geh- und Radweg tragen, die Straße bleibt weiter eine Landesstraße ohne Rückbau“, zeigt sich SPÖ-Vizebürgermeister Karl Weilig enttäuscht. „Beim Knoten Oberwagram muss sich Schwertberg trotzdem finanziell beteiligen.“

Keine Verkehrsentlastung

Bei dem nun gestarteten Umbau des Knoten Oberwagram vermutet die SPÖ eine Sparvariante und sieht darin eine unbefriedigende Lösung. „Ein großer Anteil des (Schwer-)Verkehrs wird dadurch weiterhin durch Furth fließen“, befürchtet Weilig. Auf Vorschlag der SPÖ-Fraktion sollte das Projekt nochmal im zuständigen Ausschuss besprochen werden. Das Projekt wurde aber mit den Stimmen der ÖVP und den Grünen beschlossen. „Eine Verkehrsentlastung der Bewohner in Furth ist damit wohl Geschichte“, ist sich Weilig sicher.


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