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Skicross-Ass Andrea Limbacher will sich eine Olympiamedaille schnappen

Hans Promberger, 13.02.2018 08:48

ST. WOLFGANG. Die an Höhen und Tiefen reiche Skicross-Karriere von Andrea Limbacher steht vor einem weiteren Höhepunkt. Am 23. Februar stürzt sie sich zum dritten Mal bei Olympischen Spielen in die Medaillenjagd.

Die St. Wolfgangerin Andrea „Limbo“ Limbacher will bei den Olympischen Spielen ihren Konkurrentinnen wieder eine Skilänge voraus sein. Foto: GEPA

Die 28-jährige St. Wolfgangerin hat sich klammheimlich wieder an die Weltspitze zurückgekämpft. Nach dem sensationellen Weltmeistertitel 2015 hatten sie Kreuzbandrisse für fast zwei Jahre zurückgeworfen.

Zäh, zäher – Limbacher

Besonders bitter war die Verletzung im Vorjahr, als sie nur wenige Wochen nach der Genesung neuerlich einen Kreuzbandriss erlitt. Während andere wohl schon längst die Ski in die Ecke geschmissen hätten, arbeitete die hartnäckige St. Wolfgangerin einmal mehr still und leise am Comeback und tastete sich wieder an die Weltspitze heran. Zuletzt gelangen mehrere Top-Ten-Plätze, einen spektakulären Crash mit einer Kanadierin im Halbfinal-Lauf des letzten Weltcuprennens überstand sie unverletzt, im kleinen Finale fuhr der Skicross-Floh (sie misst ganze 1,62 Meter) sogar noch auf Platz 7.

Sieg bei Generalprobe auf Olympia-Strecke

Die Olympia-Stecke könnte ihr liegen, immerhin gewann sie die Olympia-Generalprobe auf der Piste von Bokwang vor zwei Jahren. Wenige Tage vor dem Abflug am 14. Februar nach Südkorea sprach „Tips“ mit der ehrgeizigen Skicross-Hoffnung vom Wolfgangsee.

Tips: Wie fühlt man sich wenige Tage vor dem Abflug?

Limbacher: Ich fühle mich ganz gut. Das Kribbeln ist aber noch nicht da. Ich habe mich lange auf die Olympischen Spiele vorbereitet, aber jetzt ist es doch schneller gekommen als gedacht. Ich will noch nicht allzu viel daran denken und meine Hausaufgaben erledigen. Ich denke aber, dass ich gut vorbereitet bin.

Tips: Was machst Du noch in den restlichen Tagen vor dem Abflug?

Limbacher: Ich war noch auf der Reiteralm, dann übers Wochenende hieß es „raus aus den Skischuhen“ und noch regenerieren – zuhause bei der Familie.

Tips: Wie wirst Du die Tage vor dem Rennen am 23. Februar in Südkorea verbringen?

Limbacher: Ich habe noch keine genauen Pläne. Ich bin eine schlechte Vorplanerin, weil sich meistens sowieso so viel noch ändert. Ob ich mir andere Wettkämpfe anschaue, weiß ich noch nicht. Wir werden jedenfalls Ski testen und den Fokus aufs Rennen ausrichten. Es ist schon wichtig, seine sieben Zwetschken beieinander zu haben.

Tips: Die Generalprobe auf der Olympiastrecke vor zwei Jahren hast Du ja gewonnen. Ist die Strecke heuer ähnlich oder wurde sie umgebaut?

Limbacher: Das kann ich erst vor Ort sagen. Der Start ist jedenfalls anders. Die Bedingungen sind für alle gleich. Der Kurs hat jedenfalls alles was es braucht – technische Abschnitte, große Sprünge und Gleitpassagen.

Tips: Wie schätzt Du die Chancen auf eine Medaille ein?

Limbacher: Im Skicross sind Prognosen schwierig. Ich bin zwar sicher nicht zu den absoluten Favoritinnen zu zählen, aber der Formaufbau stimmt. Ich habe mich jahrelang vorbereitet. Wenn ich 100 Prozent abrufen kann und noch ein Quäntchen Glück dazukommt, das man einfach braucht, kann“s passen.

Tips: Wie werdet ihr in Südkorea verpflegt? Man hört von Magen-Darm-Problemen bei Athleten, die bereits vor Ort sind.

Limbacher: Echt? Ich weiß nichts davon, aber lese ja auch keine Zeitungen. Aber ich bin einen Salzkammergütlerin und habe einen guten Magen. Ich koche immer selbst und auch gut. Wir haben jedenfalls keinen speziellen Koch dabei, es wird schon passen.

Tips: Kurz vor der Eröffnung der Spiele ist auch wieder Doping ein Thema geworden. Auch bei den Skicrossern?

Limbacher: Ich beschäftige mich eigentlich nicht damit. Das betrifft eher die Ausdauersportarten. Im Skicross zählen andere Kriterien und Fähigkeiten. Ich bin wie alle Spitzensportler im Doping-Portal „Adams“ registriert, wo meine ständigen Aufenthaltsorte angegeben sind, um unangemeldete Untersuchungen zu ermöglichen.

Tips:Bist du in der heurigen Saison schon untersucht worden?

Limbacher: Sicher schon vier bis fünf Mal.

Tips: Hast Du noch eine Botschaft an die „Limbo“-Fans?

Limbacher: Bitte alle fest die Daumen drücken. Aktuelle Postings gibt“s natürlich auf meiner facebook-Seite.


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