Volksschul-Sanierung ist endlich fix
STADL-PAURA. Die dringend notwendige Sanierung der Volksschule schien in der Gemeinde ein Endlos-Thema zu sein. Jetzt hat sich etwas getan. Nach jahrelangen Diskussionen wird die Schule mit Baubeginn Sommer 2021 endlich saniert.

„Der fertige Finanzierungsplan ist vom Land bewilligt“, berichtet Bürgermeister Christian Popp (FP). Mit Ende des Schuljahres 2021 wird die Volksschule, die Franz Keim-Schule, ausgeräumt, komplett saniert und um einen Zubau erweitert. Über drei Etagen erstreckt, soll eine sogenannte Marktplatzschule entstehen. Aus dem Turnsaal soll ein für Veranstaltungen nutzbarer Multifunktionssaal werden. Er wird um ein Foyer, ein Sessellager, einen Küchenbereich und zeitgemäße Sanitäranlagen erweitert. 314 Personen werden bei Bestuhlung Platz haben.
Ausweichquartier NMS
Die Bauzeit wird rund 14 Monate betragen – ein ganzes Schuljahr plus zwei Sommerferien. Die 13 Klassen werden in der Zeit in die Neue Mittelschule übersiedeln. Dort können zum Beispiel die Räume des ehemaligen Mädchen-Internats adaptiert werden. Das Ausweichquartier wurde für zwei Jahre bewilligt. 5,5 Millionen Euro werden die Gesamtbaukosten betragen. 2,7 Millionen kommen als Zuschüsse vom Land Oberösterreich.
Zukunft Volksheim
Mit dem neuen Multifunktionssaal im Zusammenhang steht die Zukunft des Volksheimes. Nach Fertigstellung des Saales ist es für Popp nicht notwendig, das sanierungsbedürftige Gebäude weiter zu erhalten oder zu sanieren.
Froh, dass endlich etwas passiert, ist auch SP-Gemeindevorständin Renate Schöberl: „Wir haben uns seit 2009 um eine Sanierung der Volksschule bemüht. Das wird eine Schule für die Zukunft“, sagt sie. Ihr wäre es zwar lieber, das Volksheim weiter zu erhalten – wenn die Rahmenbedingungen für die Vereine passen, ist sie aber auch mit einem Multifunktionssaal zufrieden.
„Wir haben in Sachen Volksschul-Sanierung viel Zeit verloren“, sagt VP-Gemeindevorstand Thomas Brindl und begrüßt das Konzept, den Turnsaal für große Veranstaltungen nutzbar zu machen. Auch für Brindl ist es nicht sinnvoll, noch allzuviel Geld ins Volksheim zu stecken.
Mit der Adaptierung der Räume der Landesausstellung im Pferdezentrum als Seminar- und Veranstaltungszentrum hat die Gemeinde in einigen Monaten auch Räume für mittelgroße Veranstaltungen.


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