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STEINERKIRCHEN/WELS-LAND. Genauigkeit, Geduld, technisches Verständnis und fahrtechnisches Können muss man mitbringen, wenn man beim Pflüger-Wettbewerb der Landjugend eine Chance haben will. In der Ortschaft Linden haben sich 28 Jungbauern aus dem ganzen Bezirk in der Disziplin gemessen.

Der Sipbachzeller Mario Edinger entschied das Bezirkspflügen für sich. Foto: G. Paltinger
  1 / 8   Der Sipbachzeller Mario Edinger entschied das Bezirkspflügen für sich. Foto: G. Paltinger

Die Anforderungen an einen Pflüger sind nicht zu unterschätzen. Die eigene Parzelle (diesmal 50 mal 20 Meter groß) muss so sorgfältig wie möglich beackert werden. Zuerst gilt es, eine Spaltfurche zu ziehen. Sie soll möglichst gerade, nicht zu tief, trotzdem sauber ausgeräumt sein. Diese Furche ist schon das erste Bewertungskriterium. Es folgt das Zurückpflügen, man setzt beim Nachbarn an und pflügt einen Keil aus. Dann folgt ein Stück, in dem man parallel pflügt, bei jeder Fahrt wird der Pflug gewendet. Die Pflüger dürfen keine Leerfahrten machen und müssen am Schluss exakt abschließen, das heißt, es darf kein Bewuchsstreifen übrig bleiben.

Genauigkeit ist gefragt

Als wenn das nicht schon schwierig genug wäre, sollen die Furchen auch noch gerade und die Erde sauber umgeschlagen sein. Gepflügt werden muss in einer vorgegebenen Tiefe von 18 bis 21 Zentimetern, darüber oder darunter gibt es Punkteabzüge, erklärt Johannes König-Felleitner. Der Sipbachzeller ist Mitglied im Landesvorstand der Landjugend, für die Abwicklung des Bewerbes zuständig und hat selbst acht Mal beim Bezirkspflügen mitgemacht. Die Zeit, in der gepflügt werden muss, ist auf Bezirksebene zwar großzügig bemessen, spielt aber auch eine Rolle.

Routiniers am Podium

Am Ende hat sich ein Routinier den Sieg bei den Wendepflügern geholt: Der 25-jährige Mario Edinger aus Sipbachzell (Titelbild) hat sich schon mehrere Titel „erackert“. Platz zwei belegte Sebastian Deixler-Wimmer von der Landjugend Sattledt. Platz drei ging an Jürgen Thanhofer aus Sipbachzell. In der Kategorie Spezialpflug war Robert Hieslmair aus Sattledt der Erstplatzierte. Bernhard Keferböck aus Sipbachzell war bester Beetpflüger.

Familienfest organisiert

Rund um das Pflügen hat die Landjugend Steinerkirchen-Fischlham ein Familienfest organisiert. Es gab einen Frühschoppen mit Live-Musik, Gegrilltem, einer Traktoren-Schau, einem Kinderprogramm und einem Bierkisten-Kraxeln. Da haben Karoline Bergmair (Kategorie Mädchen), Florian Trommelschläger (Kategorie über 12 Jahre) und Max Riedl (Kategorie über 30 Jahre) gezeigt, dass sie am höchsten kommen.

Der Landesbewerb folgt

Am Samstag, 26. August, findet in Sipbachzell der Landesentscheid im Pflügen statt (Krapfenhof in Leombach). Die zwei Erstplatzierten jeder Kategorie sind hier startberechtigt. Der Startschuss fällt um 11.30 Uhr. Als Rahmenprogramm hat die Landjugend eine Schuhplattler-einlage und eine After-Show-Party organisiert.

Am Vorabend, Freitag, 25. August, gibt es ab 19 Uhr Stimmung mit der Musikkapelle Sipbachzell und eine Heubodendisco.


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