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Mehr Geld für ausgewählte Steyrer Schulen

Robert Hofer, 25.03.2026 08:57

STEYR/OÖ. Mehr Personal und gezielte Förderung soll der Chancenbonus ab dem Schuljahr 2026/27 ermöglichen. Österreichweit werden 400 Bildungseinrichtungen gefördert, darunter drei Volks- und eine Mittelschule aus Steyr. 

59 Schulen in Oberösterreich erhalten den Chancenbonus. (Foto: Weihbold)
59 Schulen in Oberösterreich erhalten den Chancenbonus. (Foto: Weihbold)

Bei der Auswahl zog das Bildungsministerium die SÖL-Klassifikation (sozioökonomische Ausgangslage) heran. Ziel ist es, Schulen mit schwierigen Rahmenbedingungen gezielt zu stärken und Bildung gerechter zu machen.

Österreichweit stehen jährlich 65 Millionen Euro zur Verfügung. Damit wird vor allem zusätzliches Personal finanziert. Welche Unterstützung konkret eingesetzt wird, entscheiden die Schulen selbst – je nach Bedarf vor Ort.

Mehr Betreuung nötig

In Steyr dürfen sich die Volksschulen Tabor, Ennsleite und Resthof sowie die Mittelschule Tabor über zusätzliche Mittel freuen. Bei allen ist der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund hoch. Viele Schüler brauchen deutlich mehr individuelle Begleitung, als im Regelunterricht vorgesehen ist.

„Das Chancenbonusprogramm ist eine wichtige Unterstützung für Schulen mit anspruchsvollen Rahmenbedingungen und vielfältigen pädagogischen Aufgaben. Zusätzliche personelle Ressourcen – etwa durch Schulpsychologen, Sonderpädagogen oder Fachkräfte im Bereich Legasthenie und Dyskalkulie – schaffen mehr Spielraum, um Kinder und Jugendliche gezielt zu fördern“, sagt Barbara Leitner-Haberler, Abteilungsleiterin der Bildungsregion Steyr-Kirchdorf.

Entscheidend dabei sei die große pädagogische Expertise vor Ort: „Lehrpersonen und Schulteams wissen sehr genau, was ihre Schüler brauchen und können diese Unterstützung passgenau und wirksam einsetzen“, so Leitner-Haberler.

Personal finden

Die zusätzlichen pädagogischen Fachkräfte zu finden, obliegt der Bildungsdirektion. „Wie bei allen Lehrpersonalausschreibungen erfolgen diese in engem Kontakt und in Abstimmung mit den Schulen, mit dem Ziel, das bestgeeignetste Personal für die Schulstandorte zu finden“, sagt Bildungsdirektor Alfred Klampfer.

Für andere Berufsgruppen – etwa Sozialarbeit oder Psychologie – erfolgt die Anstellung über das Bildungsministerium.

Bemühungen fortsetzen

Die für die Steyrer Schulen zuständige Vizebürgermeisterin Anna-Maria Demmelmayr (SPÖ) begrüßt den Chancenbonus. „.Er setzt im Idealfall die Bemühungen der Stadt im Bereich Frühförderung in unseren städtischen Kindergärten fort, verbessert die Bedingungen in der Schule und steigert die Lernerfolge der Kinder.“

400 Schulen aus ganz Österreich, vorwiegend in den Ballungsräumen, wurden vom Bildungs-
ministerium für den Chancenbonus ausgewählt. Vier davon befinden sich in Steyr:

Volksschule Ennsleite, 161 Schüler, 18 Lehrkräfte

Volksschule Tabor, 173 Schüler, 24 Lehrkräfte

Volksschule Resthof,
165 Schüler, 20 Lehrkräfte

Mittelschule Tabor, 163 Schüler, 25 Lehrkräfte


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