Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

STEYR. Eine dramatische Situation ging dank einer perfekten Rettungskette für Irene Ecker gut aus. Die 63-Jährige musste nahe ihrer Wohnung am Resthof reanimiert werden. Jetzt konnte sie ihren Lebensrettern danken.

Irene Ecker mit ihren Lebensrettern, hinten von links: Taxifahrerin Manuela Mayr, Sanitäterin Astrid Collognath und Notarzt Wolfgang Ogris (Foto: rh)

Weil sie unter Atemnot litt und sich schlecht fühlte, wollte Irene Ecker am 28. November des Vorjahres zu ihrer Hausärztin und rief dafür beim Stadttaxi Steyr an, wo sie Stammkundin ist. „Sie hat sich schon am Telefon anders angehört, als ich es gewohnt war“, erinnert sich Taxifahrerin Manuela Mayr. Deshalb machte sie sich etwas früher als vereinbart auf den Weg zu ihrer Kundin. „Sie ist noch selbst ins Taxi eingestiegen, ich habe ihren Rollstuhl in den Kofferraum gepackt.“

Plötzlich bewusstlos

Auf die Frage der Taxifahrerin, ob es gleich ins Krankenhaus gehen soll, konnte Ecker keine vernünftige Antwort mehr geben. „Sie war ganz blau um den Mund und ist dann plötzlich umgekippt“, erinnert sich Taxilenkerin Mayr an die dramatischen Minuten. Die Fahrt endete nach wenigen Metern.

Mayr alarmierte den Notruf, begann mit Erste-Hilfe-Maßnahmen. „Gott sei Dank waren die Rettungskräfte innerhalb von fünf Minuten da.“ Notarzt Wolfgang Ogris und Sanitäterin Astrid Collognath führten am Gehsteig die Reanimation durch. „Es war ein sehr kalter Tag, unsere Arbeit vor Ort hat etwa 20 Minuten gedauert“, erinnert sich Collognath.

Ausgelöst wurde der Herzstillstand durch viel Wasser in der Lunge. „Bei einem Herz-Kreislaufstillstand zählt jede Minute, die Taxifahrerin hat super reagiert“, lobt Notarzt Ogris.

Wiedersehen in der Klinik

Der Weg zurück ins Leben war für Irene Ecker steinig, vier Wochen verbrachte sie auf der Intensivstation, eine Woche lang musste sie beatmet werden. Ihre erste Erinnerung nach der Reanimation? „Ich dachte, ich bin in der Disco, habe mich gar nicht ausgekannt, weil ich auf der Intensivstation lauter rote, blinkende Lichter gesehen habe.“

Die Betreuung am Intensivzentrum am Klinikum Steyr beschreibt sie als vorbildlich. „Alle waren so nett, auch der Spaß ist nicht zu kurz gekommen.“ Besonders gut in Erinnerung blieben ihr die Pflegekräfte Peter, Carola, Sonja und Astrid. Bei Letzterer handelt es sich übrigens um Notfallsanitäterin Collognath. „Ich bin allen meinen Lebensrettern so dankbar. Sie sind meine Schutzengel“, so Ecker.

Hoffen auf Reha

Am 26. Dezember wurde die Patientin auf die Normalstation überstellt, nach insgesamt sechs Wochen konnte sie das Krankenhaus verlassen. Mittlerweile kann sie ihren Haushalt wieder alleine führen. Ihr nächstes Ziel ist es, mit dem Elektro-Rollstuhl wieder alleine einzukaufen. Außerdem hofft die Steyrerin auf die Genehmigung einer Reha, ein erster Antrag wurde abgelehnt.

2012 wurde bei Irene Ecker eine Polyneuropathie diagnostiziert. Dabei handelt es sich um eine schleichende Nervenerkrankung. Seit sechs Jahren ist die Steyrerin auf den Rollstuhl angewiesen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden