Leserbrief zu Google- und dm-Bau entlang der B309
KRONSTORF/STEYR. „Ja, ich nutze Google! Zum Beispiel, um die BEAT: Bodenbedarf für die Ernährungssicherung in Österreich- Studie der Ages (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) aufzurufen“, schreibt Ute Freyschlag in ihrem Leserbrief.

Dort wird unter Annahme neuer klimatischer Bedingungen (Klimaerwärmung) festgestellt, dass die fruchtbarsten Ackerflächen in Zukunft unter anderem im Alpenvorland liegen werden. Das sind auch genau die Äcker bei Kronstorf, die zurzeit für Google und dm zerstört werden.
Es regt mich ungemein auf, dass die Vertreter der Gemeinden frohlockend so tun, als ob der große Wurf gelungen wäre wegen ein paar Arbeitsplätzen. In Wirklichkeit zerstören sie mit einer Leichtigkeit die Zukunft unserer Lebensmittelsicherheit, die nur jenen möglich ist, deren Weitblick bei der eigenen Nasenspitze endet.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Google oder dm zwingend nur auf einem riesigen Acker ihre Standorte errichten können. Alternative Standorte zu finden und wertvolle Böden zu erhalten, das wäre die Aufgabe einer umsichtigen, zukunftsorientierten Raumplanung.
Unsere Politik müsste die fruchtbarsten Agrarflächen bewachen und vor Zerstörung beschützen, als wären sie unser größter Schatz. Denn sie sind es.
von Ute Freyschlag, Steyr


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