Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

THALHEIM. Enkaustik, so heißt die alte ägyptische Wachsmalerei, bei der Farbpigmente unter Zuhilfenahme von Wachs als Bindemittel mittels Hitzeeinwirkung vermalt werden.

Sympathische Welserin mit großem Talent: Bianca Kiso
  1 / 2   Sympathische Welserin mit großem Talent: Bianca Kiso

Bianca Kiso hat diese jahrtausende alte Technik beim Bild „Flag“ von Jasper Johns kennengelernt. „Ich habe sie mir im Selbststudium angeeignet und kann mir seither nicht vorstellen, je wieder anders zu malen“, schwärmt die 30-jährige Welserin.

Große Handwerkskunst

Warum Enkaustik so begeistert, ist seit dieser Woche im Museum Angerlehner zu sehen. Unter dem Titel „Burning Arts“ zeigt die gebürtige Rumänin Abstraktes, Porträts und halbfigurative Arbeiten. „Ich habe 27 Persönlichkeiten, die in meiner Seele wohnen, und jede will gehört werden“, erklärt die Autodidaktin, warum alle Bilder so unterschiedlich sind. Gemalt hat Kiso schon immer. „Kunst war für mich wie Atmen. Ich hab es einfach gemacht und Kunst hat mich mein Leben lang begleitet“, so Kiso. Dabei hat sie lange nur für sich gemalt.

Unbekannte Technik

Erst vor einem Jahr hat die Künstlerin zum ersten Mal ausgestellt, „weil niemand diese Technik gekannt hat“. Neben Holz als Untergrund, Bienenwachs, Dammarharz, Pinsel und Farbe ist ihr wichtigstes Werkzeug der Bunsenbrenner. „Er macht das Bild erst zum Bild“, weil er die vielen dünnen Schichten miteinander verbindet. Dementsprechend aufwendig ist auch die Arbeit. Wenn sie malt, malt Kiso zwölf bis 18 Stunden am Stück, „denn Enkaustik braucht Zeit“, erklärt sie, rund 150 Stunden für eine großes Bild. Ist das Motiv aber einmal in die Oberfläche eingebrannt, ist das Kunstwerk gegen äußere Einflüsse geschützt und für die Ewigkeit haltbar.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden