Riesenprojekt im Pfarrzentrum
THALHEIM. „Sicher schon 30 Jahre“, sind sich Pfarrer Pater Wolfgang und Pfarrgemeinderatsobfrau Anita Schwarzlmüller einig, wird über eine Renovierung des Thalheimer Pfarrhofs nachgedacht.

Seit dem Brand 1974 wurde nichts mehr investiert, sodass die Räume nicht mehr den Anforderungen entsprechen, Elektro- und Sanitäranlagen unbedingt erneuert werden müssen und auch eine behindertengerechte Nutzung nicht möglich ist. Immer wieder wurde in den letzten Jahren diskutiert und Pläne wieder verworfen. Aber seit letztem Jahr werden endlich Nägel mit Köpfen gemacht. „Es war am Freitag, 13. April und es hat eine Affenhitze gehabt“, erinnert sich der Pater Wolfgang an den Tag, an dem begonnen wurde, den Putz vom Wirtschaftsgebäude im Pfarrzentrum abzuschlagen.
Neues Dach und Löschteich
Seither ist viel geschehen. Fleißige Freiwillige haben das Wirtschaftsgebäude entrümpelt, Wände abgerissen und die alten Böden herausgebaggert. Mittlerweile hat das Wirtschaftsgebäude schon wieder ein neues Dach, ein Löschteich wurde angelegt, Stiegen wurden betoniert, Fenster erneuert und die Baufirma arbeitet sich durch die Räume die hier entstehen werden. „Im Erdgeschoß wird es eine Wohnung geben, die vielleicht einmal von einem Hausmeister genutzt werden kann“, erklärt Schwarzlmüller. Es gibt viel Platz für Jungschar und Jugend und auch die örtlichen Chöre finden hier einen guten Proberaum.
Helle Aussegnungshalle
Völlig neu wird auch die Aussegnungshalle, die größer, heller und freundlicher werden soll. „Schön wäre es, wenn die Halle auch für andere Feiern genutzt werden würde“, wünscht sich Pater Wolfgang eine umfassende Nutzung der Aussegnungshalle – die somit auch einen passenderen Namen bräuchte ... . Eine Nutzung der Halle zu Allerheiligen wird sich wahrscheinlich nicht ausgehen, aber das gesamte Wirtschaftsgebäude soll im Frühjahr fertig sein.
Weiter geht es ...
Und dann wartet noch der Pfarrhof. Der Keller und das Erdgeschoss sind schon ausgebaggert und die Türen verbreitert. Es wird Fußbodenheizung geben und Sanitäranlagen auch im ersten Stock, sodass beide Etagen getrennt voneinander genutzt werden können. Weil die Decken im Obergeschoß denkmalgeschützt sind, wird ein notwendiger Lift außen angebracht und künstlerisch gestaltet. 1,2 bis 1,4 Millionen Euro wird das Bauvorhaben kosten. Daran beteiligen sich die Gemeinde, wegen der Aussegnungshalle die sie mietet, das Stift Kremsmünster als Eigentümer der Gebäude und die Pfarre selbst.


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