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TRAUNKIRCHEN. Josef Vogl war 60 Jahre Mitglied im Musikverein Traunkirchen, wurde zum Ehrenobmann ernannt und ist noch heute ein Vorbild für Jung und Alt.

Josef „Sepp“ Vogl – seit eh und je brauchtumsverbunden. Foto: Thomas Leitner
Josef „Sepp“ Vogl – seit eh und je brauchtumsverbunden. Foto: Thomas Leitner

Bereits sein Vater war leidenschaftlicher Musiker und so war für den waschechten Traunkirchner Sepp Vogl völlig klar, ein Instrument zu lernen und Musik zu machen. „Musikschule hat es damals noch keine gegeben, mir hat das Spielen mit dem Flügelhorn ein alter Einheimischer gelernt“, erzählt Sepp Vogl im Tips-Interview. Gemeinsam mit einem Freund musizierten sie als Duo am Fischerboot, bei Hochzeiten und Festen, ehe aus dem Zwei-Mann-Duo eine kleine Gruppe wurde. „Ich war immer mit Leib und Seele bei den Vereinen mit dabei und habe g“schaut, dass Junge dazukommen und es ihnen gut geht“, sagt Vogl. Aber nicht nur musikalisch war der beliebte Traunkirchner aktiv, sondern hat auch immer das traditionelle Achterlaufen „zamghalten, die „Mordsgschicht“ nie sterben lassen und ist sogar als Feuerwehrtaucher aktiv gewesen.

Antlaß-Sänger

Stolze 37 Jahre lang war Sepp Vogl außerdem als Vorsänger beim Antlaß-Singen in Traunkirchen im Einsatz. Heuer, legte der 79-jährige Brauchtumsverbundene dieses ehrenvolle Amt in jüngere Hände. „Ich bin froh, dass mit meiner Nachfolge dieses einzigartige Brauchtum unseres Heimatortes auch künftigen Generationen erhalten bleibt. Das Antlaß-Singen hat mich geprägt, es hat einen festen Platz in meinem Herzen“, erzählt Vogl, der bereits alle seine Ämter übergeben hat und nun vor allem für seine Herzdame Helga da ist.


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