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BEZIRK ROHRBACH/OÖ. Naturerlebnisse sind diesen Sommer gefragter denn je, am besten zu Hause in Oberösterreich. Da passt es gut, dass es einige interessante Angebote gibt, die einen beinahe kontaktlosen Urlaub möglich machen.

Wer völlige Abgeschiedenheit sucht, ist im Böhmerwaldlerdorf richtig. Foto: Ramenai
  1 / 2   Wer völlige Abgeschiedenheit sucht, ist im Böhmerwaldlerdorf richtig. Foto: Ramenai

Oberösterreichs Tourismusbranche merkt anhand der Webtrends und Anfragen, dass die Sehnsucht nach Urlaub in heimischen Gefilden groß ist. „Wir haben hier einen Vorteil“, sagt Tourismuslandesrat Markus Achleitner. Denn schon vor der Krise kamen 52 Prozent der Gäste in Oberösterreich aus Österreich. Um die heimischen Gäste nun verstärkt anzulocken, setzt man auf die neue Kampagne: „Drinnen ist nicht draußen. Komm raus und erlebe Oberösterreich.“ Klimaverträgliche und nachhaltige Leitprodukte in den Regionen, Angebote, Neuheiten und Geschichten rund um die Naturräume sind Inhalt der multimedialen Kampagne. Achleitner meint dazu: „Die Leute sollen wissen, dass man sich selbst Gutes tun kann und zugleich auch der heimischen Wirtschaft.“ Das aktuell starke Interesse an Urlaub und Freizeit in Oberösterreich soll sich in konkreten Buchungen für den Sommer niederschlagen (www.oberoesterreich.at/uppernature).

Viel Wald und viel Ruhe

Potenzial für Naturerlebnisse gibt es im Bezirk zwischen Donau und Böhmerwald genug. Wer dabei seine heilige Ruhe und Abgeschiedenheit sucht, ist im Böhmerwaldlerdorf Ramenai genau richtig. Auf einer kleinen Lichtung in Schöneben stehen zehn Hütten aus Holz für Gäste bereit, die hier für sich entdecken können, was die Natur und der Wald zu bieten haben. „Alles was jetzt auf die Tourismusbetriebe zukommt, erfülle ich ohnehin“, sagt Betreiber Günter Hofbauer, der momentan noch vor allem mit Umbuchungen und Stornierungen beschäftigt ist. „Wir haben viele deutsche Gäste, bei denen nicht absehbar ist, ob und wann sie kommen können oder wollen.“ Er merkt auch, dass die Angst in den Köpfen der Leute drinnen ist. „Viele fragen etwa, wie weit die Hütten beisammen stehen“, berichtet Hofbauer, der aber beruhigen kann: Wer keinen Kontakt mit anderen Gästen möchte, hat auch keinen.

Ab 29. Mai ist die Ramenai wieder geöffnet, ebenso steht dann der angrenzende Naturhochseilpark wieder offen.

Camper warten ab

Die Unsicherheit wegen der Grenzsituation spürt man auch am Campingplatz in der Gemeinde Klaffer. „Wir rechnen mit verstärkter Nachfrage, sobald es eine Lockerung gibt“, sagt Amtsleiter Günter Studener, der schon merkt, dass „die Leute vorsichtiger sind und mit der Reservierung abwarten.“ Dauercamper dürfen bereits seit 1. Mai wieder campen, für alle Durchzugscamper ist der Platz ab 29. Mai geöffnet.

Sein eigener Kapitän sein

Wer seine Zelte lieber auf hoher See, respektive der Donau, aufschlägt, kann sich gleich eine Yacht chartern – ob mit oder ohne Kapitänsschein. Die Donau-Yacht, die in Untermühl vor Anker liegt, ist keine zehn Meter lang und darf deshalb von jedem, der das Schiffsführerpatent besitzt, gesteuert werden. Wer diese Fahrerlaubnis, die knapp unter 500 Euro kostet, nicht hat und dennoch Yacht-Luft schnuppern möchte, bucht einfach einen Skipper dazu. Mit dessen Begleitung darf man ganz legal auch ohne Patent Kapitän spielen. Thomas Schauer bietet einmal im Monat auch Schnupperfahrten an und ermöglicht so einen sanften Einstieg in die Schifffahrts-Welt. „Jeder kann zwei Stunden lang die Donau-Yacht steuern, ankern, anlegen und sich so ein Bild von dem Ganzen machen, bevor er vielleicht einen ganzen Urlaub bucht“, erklärt Schauer. Die nächsten Schnupperfahrten gibt es am 5. Juni, alle Termine sind auf der Homepage zu finden.

„Auf dem Boot kommt man mit niemandem in Berührung“, ergänzt der Kapitän aus Altenfelden, der seine kleine Yacht „Julio“ gerade erst vom Winterquartier in Deutschland nach Untermühl überstellt hat. „Hier kann man komplett unabhängig Urlaub machen.“ Denn mit sechs Schlafplätzen, Küche, Essbereich, WC und Dusche ist das Boot komfortabel eingerichtet.

„Zruck in die Gastro“

Nicht nur der Sommerurlaub, sondern auch der Tagestourismus soll wieder in Schwung kommen. Die Termine zur Öffnung der Gastronomie (15. Mai) sowie der Hotellerie und Freizeitbetriebe (29. Mai) geben eine Perspektive. „Viele von uns freuen sich schon wieder auf einen Ausflug mit der Familie, eine Radtour mit Freunden, einen Spaziergang oder eine Wanderung – da gehört dann auch die abschließende Einkehr im Wirtshaus wieder dazu“, betont Bundesratspräsident und WKOÖ-Spartenobmann Robert Seeber. Hier knüpft die Kampagne „Zruck in die Gastro“ der WKO an. Auf der Website www.sichere-gastfreundschaft.at sind zudem alle Verhaltensregeln für die Gastronomie zusammengefasst.


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