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BEZIRK ROHRBACH/OÖ. Weil Artenschutz allein nicht ausreicht, um in Oberösterreich eine überlebensfähige Luchspopulation zu schaffen, wurde das Projekt Pro Luchs gestartet. Die Luchse im Mühlviertel gehören zur Böhmerwaldpopulation, die etwa 60 bis 80 selbständige Tiere umfasst.  

Das Projekt "Pro Luchs" soll mehr Akzeptanz in der Bevölkerung für die scheue Großkatze bringen. Foto: Josef Limberger

Etwa acht, neun Luchse werden im Mühlviertel ihr Revier haben. Insgesamt bevölkern die scheuen Wildkatzen im Böhmerwald ein Gebiet von der Oberpfalz in Bayern bis hin in die Wachau in Niederösterreich. Um dem geschickten Jäger mit den Pinselohren das Leben zu erleichtern, bündeln die Abteilung Naturschutz, Landesjagdverband und der Naturschutzbund OÖ mit dem neuen Projekt ihre Kräfte.

Mehr Wissen über den Luchs

Mehr Daten über den Luchs, mehr Akzeptanz des Luchses bei den Jägern und bessere Rahmenbedingungen für sein Überleben sind die wichtigsten gesteckten Ziele, die in den nächsten Jahren erreicht werden sollen. Dazu wird ein systematisches Monitoring mit Fotofallen aufgebaut, um den Luchsbestand zu erfassen. In Zusammenarbeit mit der örtlichen Jägerschaft wird Spuren und gerissenen Wildtieren nachgegangen, das Wanderverhalten wird mittels Besenderung erforscht und nicht zuletzt soll es Informations- und Diskussionsveranstaltungen geben.

Akzeptanz der Bevölkerung

„Natur- und Artenschutz  beginnen im Kopf. Bedrohte Arten mit Richtlinien und Verordnungen zu schützen, ist daher nur die halbe Miete. Gerade bei diesen Großkatzen wie dem Luchs ist es nicht immer leicht, jedem begreiflich zu machen, dass diese Geschöpfe keine Konkurrenten zum Menschen und ein ökologisch wichtiger Teil unserer natürlichen Landschaft sein“, begründet Naturschutzreferent LH-Stellvertreter Manfred Haimbuchner (FPÖ) die Initiative. Bewusstseinsbildung und Öffentlichkeitsarbeit stehen daher im Vordergrund.


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