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ENGERWITZDORF. Geplagte Anrainer aus Schweinbach in der Gemeinde Engerwitzdorf wandten sich an die Tips-Redaktion und berichteten von einer „ausufernden Taubenpopulation“ im Ortszentrum. „Die Tauben führen zu erheblichen Problemen und sind zu einer extremen Belastung geworden“, so einer der Bewohner (Name ist der Redaktion bekannt).

  1 / 2   Die Taubenpopulation im Ortszentrum von Schweinbach sei in den vergangenen Jahren rasant gewachsen, Anrainer fühlen sich mit dem Problem alleine gelassen. Seitens der Gemeinde wurden bereits Maßnahmen getestet. (Foto: Privat)

Bereits seit rund vier Jahren würden die Bewohner des Schweinbacher Ortszentrums der „ausufernden Taubenpopulation“ gegenüberstehen. „Wir fühlen uns rundum mit dem Problem alleine gelassen“, sagt einer der Anrainer. Schwerpunkte der Ansammlungen von mehr als 1.000 Vögeln würden die Dächer der Wohnhäuser im Mitterweg und in der Bürgerstraße bilden. Besonders belastend seien die Mengen von Taubenkot, Gefieder und Tierkadavern. „Balkone und Terrassen sowie geparkte Autos in der Gegend werden täglich mit Kot und Federn beschmutzt. Öffnet man ein Fenster, dann hat man das Zeug auch in den Innenräumen“, heißt es von einigen aus der Schweinbacher Bevölkerung. Doch auch der gesundheitliche Aspekt spiele eine große Rolle. „Man nennt sie nicht umsonst die ‚Ratten der Lüfte‘. Sie stellen eine große gesundheitliche Bedrohung dar und sind somit ein tiefgreifendes, hygienisches Problem, besonders für Immunsupprimierte und Menschen mit Vorerkrankungen“, sind sich viele der Anrainer einig.

Maßnahmen getestet

Der Gemeinde Engerwitzdorf ist die Thematik bereits bekannt. „Die große Anzahl der Tauben beschäftigt auch die Gemeinde schon einige Jahre, da natürlich auch gemeindeeigene Objekte betroffen sind. Laut Rücksprache mit den Behörden dürfen die Tauben aber weder eingefangen noch umgesiedelt und schon gar nicht getötet werden. Die betroffenen Objekte können nur mechanisch geschützt werden, wofür aber wiederum jeder Objektbesitzer selbst verantwortlich ist“, so Bürgermeister Herbert Fürst (ÖVP) auf Anfrage von Tips. Seitens der Gemeinde seien bereits unterschiedliche Maßnahmen getestet worden, wie zum Beispiel „Bird-Free-Schälchen“ bei der Volksschule Schweinbach. Diese sollen die Vögel aufgrund des Geruches vertreiben. „Damit konnten wir gute Erfolge verzeichnen. Diese Empfehlung wurde auch Rat suchenden Bürgerinnen und Bürgern, insbesondere aber auch den betroffenen Wohnanlagen im Wege des jeweils zuständigen Wohnbauträgers kommuniziert“, sagt Fürst.

Keine gesetzliche Handhabe

Der Bürgermeister betont, dass es für die generelle Minimierung bzw. Vertreibung der Tauben aus Schweinbach für die Gemeinde keine gesetzliche Handhabe gäbe. „Im Sinne der Bevölkerung ist die Gemeinde Engerwitzdorf jedoch in Abstimmung mit den zuständigen Behörden, um hier auf die Situation aufmerksam zu machen“, so der Ortschef.


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