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UTTENDORF/RIED. Der kleine Bruder wird angegriffen, der große Bruder eilt ihm zu Hilfe, reagiert dabei jedoch auf die falsche Art und Weise. Eine unüberlegte Handlung brachte einen 24-Jährigen aus dem Bezirk Braunau vor Gericht. Der Vorwurf: Er soll mehreren Menschen auf einem Spielplatz in Uttendorf mit einer Machete in der Hand gedroht haben, ihnen den Kopf abzuschneiden.

Der 24-Jährige kam noch mal mit einer bedingten Strafe davon. Foto: Weihbold
Der 24-Jährige kam noch mal mit einer bedingten Strafe davon. Foto: Weihbold

Der 11. Mai 2016. Der 24-jährige Angeklagte erhält einen Anruf, dass sein Bruder auf einem Spielplatz in Uttendorf von mehreren anderen Jugendlichen bedroht und geschlagen wird. Er setzt sich ins Auto und fährt mit zwei anderen Freunden hin. Was sich dann am Spielplatz abspielt schildern die Zeugen unterschiedlich. Laut den Angaben der Jugendlichen am Spielplatz soll der 24-Jährige aus dem Auto gestiegen sein, aus dem Kofferraum eine Machete geholt haben und mit den Worten „Wenn das noch mal vorkommt, werdet ihr alle einen Kopf kürzer sein“, gedroht haben. Die Freunde im Auto hätten von diesem Vorfall nichts mitbekommen beziehungsweise konnten sich auch nicht mehr daran erinnern. Der mehrmals vorbestrafte 24-Jährige bestreitet die Vorwürfe. Er hätte niemandem gedroht. Anders sieht das einer der Jugendlichen am Spielplatz. Durch das Vorhalten der Machete soll dieser nun an der posttraumatischen Belastungsstörung leiden, was eine Körperverletzung durch den Angeklagten bedeuten würde. Dies war für die Richterin nicht nachvollziehbar und sie spricht den 24-Jährigen vom Vorwurf der Körperverletzung frei. Für das Hantieren mit der Machete und die Drohungen wird er zu sechs Monaten bedingter Haft verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.


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