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VÖCKLABRUCK. Die Lebenshilfe freut sich über die Wiedereröffnung der Werkstätten. Geschäftsführer Gerhard Scheinast: „Ein erster und für unsere Beschäftigten ganz wichtiger Schritt in Richtung Normalität.“ Die Corona-Pandemie hat die Ungleichbehandlung von Menschen mit Beeinträchtigung verschärft. Mit dem Projekt „Lebenszeich(n)en“ lädt die Lebenshilfe Oberösterreich dazu ein, sich wieder auf mehr Miteinander zu besinnen.

Seit 3. Mai kehren die 29 Werkstätten der Lebenshilfe Oberösterreich schrittweise in den Normalbetrieb zurück, die Beschäftigten können wieder ihrer Arbeit nachgehen. (Foto: Lebenshilfe OÖ.)

Seit dem 3. Mai ist ein Normalbetrieb in den Einrichtungen nach dem Oö. Chancengleichheitsgesetz wieder erlaubt. Die 29 Werkstätten der Lebenshilfe Oberösterreich werden nun schrittweise wieder vom Not- in den Normalbetrieb zurückkehren. Die Freue darüber ist groß.

Pandemie verschärfte Ungleichbehandlung

Ein Großteil der Menschen mit Beeinträchtigung, die in einer betreuten Wohneinrichtung leben, war seit Beginn des zweiten Lockdowns im November 2020 daheim. Alle Angehörigen, denen es möglich war, wurden ersucht, die Begleitung der Beschäftigten zu Hause zu übernehmen um einen Beitrag zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus zu leisten. Dies bedeutete eine große Belastung für die Angehörigen sowie die Menschen mit Beeinträchtigung. Die Pandemie hat die Ungleichbehandlung verschärft. Menschen mit Beeinträchtigung waren und sind stärker von den Maßnahmen betroffen. Durch die häufig eingeschränkte Mobilität waren sie noch stärker als sonst von Isolation betroffen, Besuchs- und Kontaktverbote wurden oft restriktiver gehandhabt als bei anderen Teilen der Bevölkerung.

Gemeinsam ein Zeichen für mehr Miteinander setzen

„Die Corona-Pandemie hat uns auf dem Weg, für Menschen mit Beeinträchtigung einen Platz in der Gesellschaft zu schaffen, zurückgeworfen“, sagt Scheinast. Mit dem ins Leben gerufenen Projekt „Lebenszeich(n)en“ möchte die Lebenshilfe Oberösterreich als größter Träger der Behindertenarbeit in Oberösterreich darauf aufmerksam machen und zu mehr Gemeinschaft und Miteinander aufrufen. Lebenszeich(n)en ruft alle Oberösterreicher jeglichen Alters dazu auf, ein Bild zum Thema „Gemeinschaft und Miteinander“ zu schaffen und dieses bis spätestens 14. Mai an die Lebenshilfe Oberösterreich zu senden. Jedes rechtzeitig abgegebene Bild wird Teil eines öffentlich ausgestellten Gesamtkunstwerkes an der Linzer Donaulände von 29. Juni bis 8. August. Die Ausstellung ist im Freien und kann mit ausreichend Abstand besichtigt werden.

Alle Infos zum Projekt: www.ooe.lebenshilfe.org/lebenszeichnen


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