Ein monströses Tagebuch
WELS. Samuel Pepys, Staatssekretär im englischen Marineamt, war der wohl manischste Tagebuchschreiber der Geschichte. Zehn Jahre (1660-1669) schrieb der Beamte des Londoner Flottenamts täglich stundenlang an seinem monströsen geheimen Tagebuch, das am Ende 4.000 Seiten stark war.

Er platzt vor Mitteilungssucht – alles, wirklich alles wird verzeichnet: Das Nüssesammeln im Wald, die Prügelstrafe für stetig wechselnde Dienstmädchen, ein Perückenkauf, Theaterbesuche, Saufgelage, politische Geschehnisse und erotische Abenteuer auf dem Wirtshaustisch (“Gott verzeih´s...“). Verdauungsfragen werden genauso ausführlich thematisiert wie die gepuderten Nasen der Mätressen des Königs.
Kabarett
Der „Willkommen Österreich“-Star Christoph Grissemann gibt am Freitag, 10. Jänner, 20 Uhr im Schlachthof Samuel Pepys. Mit im Boot: der Welser Komponist und Musiker Manfred Engelmayr (“Bulbul“), ein Künstler, dem man nachsagt, selbst auf fünf Spaghetti (gekocht) noch tadellos Harfe spielen zu können.
Vorverkauf: kupfticket.at, öticket, Neugebauer


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