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WELS. Ansetzen, verschieben, absagen – das ist in der Veranstaltungsbranche seit einem Jahr Usus. Auch im Alten Schlachthof. „Aber wir sind grundsätzlich optimistisch“, gibt sich Geschäftsführer Wolfgang Wasserbauer positiv.

„Sag Du, Florian“: Florian Klenk und Florian Scheuba könnten im April kommen. Foto: Klenk
„Sag Du, Florian“: Florian Klenk und Florian Scheuba könnten im April kommen. Foto: Klenk

Im Oktober wurde im Schlachthof zum letzten Mal ein Konzert vor Publikum gespielt. „Und wir rechnen nicht damit, dass es vor Mai etwas geben wird“, schätzt Wasserbauer, hofft aber auf „Normalisierungsschritte“ nach Ostern.

Live-Stream

Geplant ist natürlich vieles und es läuft auch ein Programm. Für März ist etwa ein Experiment Literatur mit Leander Fischer vorgesehen, das gestreamt wird. Diese Online-Lösungen sind für Wasserbauer aber „zunehmend unbefriedigend“. „In die Kamera reinspielen ist für die Künstler auch nicht zufriedenstellend. Im besten Fall gibt es Geld dafür wie in einigen Clubs in Wien, aber es kann nicht mehr als eine Notlösung sein“, betont der Kulturaktivist.

Hybridlösungen werden bleiben

Ein Gewinn der Pandemie seien hingegen Hybridlösungen, wo das Konzert mit Publikum stattfindet, es aber auch im Internet live oder aufgezeichnet zu sehen ist. „Das wird es vermutlich weiter geben“, glaubt Wasserbauer, der selbst Live-Events aber ganz klar bevorzugt. „Online hat immer so einen beiläufigen Charakter. Meist bleibt man nicht bis zum Schluss dabei – aber es ist besser als gar nichts“.

Tocotronic-Open Air

Und deshalb hofft der Schlachthof-Kopf im April auf einen Abend mit Kabarettist Florian Scheuba und Falter-Chefredakteur Florian Klenk und einen Auftritt von Alma-Geigerin Julia Lacherstorfer. „Im Juni haben wir als Open Air den Maschek-Jahresrückblick 2020 geplant“, schmunzelt Wasserbauer über die arg verspätete Rückschau.

Gespräche gibt es auch mit Willi Resetarits und Ernst Molden und für September ist wieder eines der legendären Schlachthof-Open Airs mit Tocotronic und Kreisky in Planung. Eingeübte Hygienekonzepte für Events gibt es im Schachthof ohnehin schon seit langem.


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