Dreck, Staub und Lärm
WELS. Nicht nur eine Vielzahl an bäuerlichen Schmankerln, sondern auch jede Menge Dreck, Staub und Lärm bekamen am letzten Freitag im September und am ersten Freitag im Oktober die Kunden des Welser Bauernmarktes serviert.

Direkt hinter den Ständen gegenüber der Landwirtschaftskammer fanden am Freitagnachmittag die Abbrucharbeiten der Schweinehalle statt. „Zugegangen ist es, da hat man sein eigenes Wort nicht mehr verstanden“, erzählt eine aufgebrachte Marktfahrerin. In der ersten Woche wurden teilweise ganze Wände umgeworfen und ein Betonbrecher war da und hat alles klein gemahlen.“ Am Donnerstag vor dem nächsten Markt war Ruhe, während der Marktzeiten wurde wieder schwer gearbeitet. „Es hat so gestaubt! Jeder hat sich gewundert, dass sie das dürfen! Das ist ja eine Zumutung! Wir haben ja lauter Lebensmittel“, ärgert sich die Bäuerin. Das bestätigt auch Bauernmarkt-Obmann Josef Gangl: „Wir hatten zwei Märkte, die von der Staub- und Lärmbelästigung her unzumutbar waren!“ Die Leute konnten sich nicht unterhalten und sind deshalb auch nicht sitzen geblieben. Der Musiker, der da war, war nicht zu hören. Besucher hätten sogar fotografiert und die Lebensmittelaufsicht angerufen. „Vom zeitlichen her hätte man das sicher besser koordinieren können“, bedauert Gangl, sieht aber auch Vorteile, „der Bauernmarkt bekommt jetzt ein schöneres Gesicht nach außen.“
„War uns nicht bewusst“
Beauftragt wurde das Abbruchunternehmen von der Messe Wels. Geschäftsführer Robert Schneider: „Wir haben erst im Nachhinein davon erfahren. Das war uns nicht bewusst.“ Der Abbruch sei aber abgeschlossen. Der gewonnene Platz dient vorerst als Reserve- und Parkfläche.


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