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WELS. Es war ein langes Hin und Her, da der Akt wegen zweier Einsprüche lange Zeit am Oberlandesgericht Linz lag. Nun ist die Anklage aber rechtskräftig und einem Prozeßbeginn im Mai steht nichts mehr im Wege.

Causa Welldorado geht in die gerichtliche Runde.
Causa Welldorado geht in die gerichtliche Runde.

Der Akt ist nun wieder iam Welser Landesgericht, die die Vorbereitungen treffen. Der Prozeß wird sich über mehrere Wochen strecken. Angeklagt sind vier Bedienstete der Stadtverwaltung. Es geht um die Unterschlagung von Eintrittsgeldern. Eine Kassiererin soll acht Jahre lang mindestens 360.000 Euro abgezweigt haben. Wohin das Geld verschwunden ist immer noch unklar. Eine zweite Kassiererin ist ebenso angeklagt.  Laut Anklage soll die Frau von den Straftaten gewusst haben und dagegen nicht eingeschritten sein. Den beiden Vorgesetzten der Kassiererin wirft die Anklage  gröbliches Versagen ihrer Kontrollpflicht und Vertuschung vor.  Den Angeklagten drohen bis zu zehn Jahre Haft.

Durch ein anonymes Schreiben an Magistratsdirektorin Renate Kamleithner kam Ende November 2014 die Affäre ans Tageslicht. Bereits im August sind die beiden Vorgesetzten über die Unregelmäßigkeiten in der finanziellen Gebahrung der Hauptverdächtigen informiert worden. Es blieben aber weitere Schritte aus. Ab November tagte mehrfach der Kontrollausschuss und die magistratsinterne Revision überprüfte das Welldorado. Es tauchten Wäschekorbe voll mit Rechnungen auf. „Blankes Chaos“, war einer der Aussagen. Der Schaden stieg ständig. Jetzt geht es um 360.000 Euro.


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