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WELS. Es hat sich viel getan bei dem Iraker Ahmed Al Yasiri. Vor gut zwei Jahren hat ihn die Tips Wels bereits besucht, als er bei Peritus Webdesign ein Praktikum absolvierte. Nun ist der Iraker Lehrling, hat für ein Jahr subsidiären Schutz bekommen, ist Vater des kleinen Elia geworden, engagiert sich in seiner neuen Heimatgemeinde Bad Wimsbach und will zur Feuerwehr.

Ahmed Al Yasiri mit den Faber´s (Peritus Webdesign) und Firmenhund Einstein
Ahmed Al Yasiri mit den Faber´s (Peritus Webdesign) und Firmenhund Einstein

Der Kontakt zwischen den Peritus Masterminds und Ahmed ist nie abgerissen: „Als er den positiven Bescheid bekam, dass er für ein Jahr bleiben kann, haben wir alle Hebel in Bewegung gesetzt, dass er bei uns als Lehrling Medienfachmann Medientechnik anfangen kann. Es war teilweise sehr schwierig und kompliziert alle Behördengänge zu absolvieren. Aber jetzt haben wir es geschafft“, lacht Lisa Marie Faber über den langen Behördenweg.

Geschafft hat es auch Ahmed vorerst. Er hat subsidiären Schutz bekommen: „Ich will in Österreich bleiben. Im Irak wird jeder, der sich eine Existenz aufbauen will bedroht, attackiert und ausgeraubt. In dem Land herrscht Krieg. Hier in Österreich haben habe ich die Freiheit etwas zu erreichen und dafür bin ich unendlich dankbar“. Das Deutsch wird immer besser und besser. Nur wenn es sehr schnell gehen muss oder Wörter fehlen, dann fällt Ahmed ins Englische: „Deutsch lernen ist das Allerwichtigste. Es geht darum mit den Menschen in ihrer Sprache zu reden, zu kommunizieren“. Das hilft in allen Bereichen, um gemeinsam leben zu können.

Viel passiert

Seit dem letzten Gespräch ist viel passiert. Ahmed ist Vater geworden. „Wir leben immer noch in Bad Wimsbach und fühlen uns wohl. Bei der Kirche bin ich aktiv. Für das Museum will ich eine Website gestalten. Dazu will auch Feuerwehrmann werden. Ich fühle mich gut integriert und die Menschen empfangen mich, meine Frau und den kleinen Elia mit offenen Armen. Wir alle versuchen unser Bestes zu geben und uns in Österreich zu integrieren“. Trotz dieser Bemühungen hängt das Damoklesschwert der Abschiebung immer noch. Es ist nur für ein Jahr subsidiärer Schutz gewährt: „Mein Ziel ist es in Österreich zu bleiben. Ich habe so vielen Menschen hier soviel zu verdanken. Da will ich auch ihnen viel zurückgeben. Hier in Österreich kann meine Familie menschenwürdig leben“.


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