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WELS. Hand aufs Herz! Um ein Leben zu retten, braucht es nur zwei Hände – mit einem Weltrekordversuch im gleichzeitigen Reanimationstraining will man drauf aufmerksam machen.

  1 / 4   Projektleiter Gernot Lettner (l.) und Michael Schiemer (r.) mit dem wiederbelebten Andreas Eichenauer, der den Weltrekordversuch unterstützt. Die Reanimationspuppen, die die Herren präsentieren, dürfen sich die Teilnehmer behalten. Foto: Klinikum Wels-Grieskirchen

Alle 45 Minuten erleidet irgendwo in Österreich eine Person einen plötzlichen Kreislaufstillstand. Damit dieser Mensch überleben kann, ist es wichtig, dass die Rettungskette in Gang gesetzt wird. Wer beobachtet, dass jemand einen Kreislaufstillstand hat, muss sofort 144 rufen und mit der Herzdruckmassage beginnen, erklärt Gernot Lettner, Notfallsanitäter und Schulungsbeauftragter am Klinikum Wels-Grieskirchen.

Leider trauen sich viel zu wenige Österreicher, Wiederbelebungen durchzuführen. Mit der Kampagne „Hand aufs Herz“ und dem dazugehörigen Weltrekordversuch auf der Welser Trabrennbahn soll sich das ändern.

Der Bevölkerung soll die Wichtigkeit der Reanimation durch medizinische Laien bewusst gemacht werden und am 22. September wird man gemeinsam üben, wie eine Herzdruckmassage richtig gemacht wird, was auch ziemlich einfach ist. Machen das 12.000 Menschen gleichzeitig, dann ist ein Weltrekord geknackt.

Rasch handeln ist wichtig

Wie wichtig rasches Handeln ist, belegen folgende Zahlen. Auch wenn die Rettungskräfte ausgezeichnete Arbeit leisten, im Schnitt brauchen sie mindestens acht bis zehn Minuten bis zum Eintreffen beim Patienten. Bleibende Schäden erleidet ein Gehirn aber schon nach drei bis fünf Minuten ohne Sauerstoff.

Von einer gut funktionierenden Rettungskette hat der Sportler Andreas Eichenauer im Vorjahr profitiert. Beim einem Radmarathon erlitt er einen Kreislaufstillstand. Nur durch das beherzte Einschreiten von anderen Sportlern und Polizisten ist er heute noch unter uns und kann die Kampagne unterstützen.

Viele Unterstützer

Viel Unterstützung für die Aktion gibt es auch von der Stadt Wels und von verschiedenen Vereinen und Organisationen, wie zum Beispiel vom Seniorenbund oder dem Roten Kreuz. Der Kiwanis Club Wels spendet der Schule mit den meisten teilnehmenden Schülern drei Reanimationssets im Wert von 1.500 Euro für die Schule. Die Jugendreferenten des Blasmusikverbandes haben sogar einen eigenen Marsch komponiert, der die richtige Taktfrequenz von 116 Schlägen pro Minute hat und beim Weltrekordversuch gespielt wird.

Buntes Programm am Samstag

Auf jeden Fall wird es am Samstag ein abwechslungsreicher Nachmittag. Schon ab 14.30 Uhr gibt es ein interessantes Rahmenprogramm. Angesagt haben sich Sportler und Experten. Auch für tolle Show-Acts ist gesorgt. Der eigentliche Weltrekordversuch beginnt um 16.30 Uhr.

Samstag, 22. September

Hand aufs Herz

Weltrekordversuch im gleichzeitigen Reanimationstraining

Trabrennbahn Wels

Eintritt frei

Einlass: 14 Uhr

Rahmenprogramm: ab 14.30 Uhr

Beginn: 16.30 Uhr

Ö3-Disco: ab 17 Uhr

Jeder kann dabei sein:

auf www.handaufsherz.co.at informieren und anmelden!


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