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WELS. Auf seiner Bezirkstour bekräftigte der Landesobmann des Seniorenbundes seine Forderungen an die Politik, um die Herausforderungen in der demografischen Entwicklung zu meistern. Die Senioren werden mehr und mehr zu einer wahlentscheidenden Gruppe und sind schon jetzt im Tourismus eine der größten Zielgruppen.

Seniorenbund-Landesgeschäftsführer Franz Ebner, Seniorenbund-Bezirksobmann Bernhard Lehner und Seniorenbund-Landesobmann Josef Pühringer (v.l.). Foto: Seniorenbund

Den Senior im klassischen Sinn gibt es nicht mehr, erklärt Seniorenbund-Landesobmann Josef Pühringer. Es gibt mittlerweile drei Gruppen bei den Senioren: die 60 bis 75-Jährigen, die 75 bis 85-Jährigen und die über 85-Jährigen. Die Interessen der Oberösterreicher in diesen Altersgruppen liegen oft weit auseinander. Darauf will und muss der Seniorenbund mit seinem Angebot Bedacht nehmen. Reisen, Aktivitäten und Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Teilhabe sind genauso wichtig im Programm wie die Informationsangebote zum Thema Pflege.

Mehr als ein Drittel der Wahlberechtigten

In Wels ist der Anteil der über 60-Jährigen mit 37,7 Prozent (an der wahlberechtigten Bevölkerung) relativ hoch im Vergleich zum Oberösterreich-Durchschnitt (34,4 Prozent). Bis 2040 wird der Anteil der Senioren in der wahlberechtigten Bevölkerung auf 51,2 Prozent steigen.

Die über 60-Jährigen werden bald die relevante Zielgruppe im Konsum und die wahlentscheidende Gruppe, fasst Pühringer zusammen. Besonders im Tourismus sind die Senioren schon jetzt zu einer Haupt-Zielgruppe geworden.

Pühringer stellt Forderungen

Der Alt-Landeshauptmann stellt mehrere Forderungen an die Politik: Es braucht einen Paradigmenwechsel im Umgang mit den Senioren, ein umfassendes Pflegekonzept, faire Pensionen und Sozialleistungen, ein Ende der Null-Zins-Politik und mehr Bemühungen in der Nahversorgung.

In Oberösterreich hat der Seniorenbund 77.000 Mitglieder. In Wels-Stadt sind es 700, knapp 40 sind 2019 dazugekommen. Im ländlichen Raum ist die Mitgliederzahl im Wachsen, im städtischen Raum stagniert sie. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 23 Euro.


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