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WELS/WELS-LAND. Der reguläre Unterricht in den Schulen ist ausgesetzt, statt dessen wird zu Hause gelernt. Tips hat die Schulqualitätsmanager nach ihren Erfahrungen mit der Situation gefragt.

Seit Wochen wird zu Hause gelernt. Foto: Tips
  1 / 2   Seit Wochen wird zu Hause gelernt. Foto: Tips

Fasziniert ist Schulqualitätsmanager Franz Heilinger, in der Bildungsregion für Wels-Land zuständig, wie engagiert trotz Aussetzen den Unterrichts gearbeitet wird. Er ist begeistert wie gut die Lehrer, Eltern und Schüler diese neue Art des Lernens annehmen und mitarbeiten. 

„Das Lernen zu Hause ist gut auf Schiene. Volksschüler haben ihre Lernpakete vor allem in Papierform, bei NMS-Schülern ist es eine Mischung, AHS-Schüler lernen vorwiegend übers Internet und in den Oberstufen wird inzwischen ausschließlich übers Internet gelernt“, kann Karin Lang, Schulqualitätsmanagerin für Wels, berichten. Natürlich war das am Anfang eine Herausforderung. Auch müssen die Aufgaben in den einzelnen Fächern koordiniert werden.

Herausfordernde Situationen in den Familien

Was schon vorkommt ist, dass manche Kinder nicht so intensiv lernen wollen oder können wie in der Schule. Aber da kann Heilinger von vielen vorbildlichen Initiativen berichten. So haben zum Beispiel einige Schulen einen Brief an die Kinder geschrieben, sie zum Lernen ermutigt und Tipps für eine Tageseinteilung gegeben.

Herausforderungen gibt es auch, wenn beide Elternteile im Homeoffice am Computer arbeiten sollen und die Kinder den Computer für ihre Schulaufgaben brauchen. „Manche Schüler kommen erst am späten Nachmittag zum Lernen da der Computer von den Eltern gebraucht wird, viele Lehrer geben den Schülern aber auch am Abend noch eine Rückmeldung“, kann Lang von einer vorbildlichen Zusammenarbeit berichten.

Manche Familien sind auch in besonderen Stresssituationen. Ungewissheit im Beruf, Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit, Homeoffice und gleichzeitige Kinderbetreuung sind komplett neue Herausforderungen. „Das bedenken und berücksichtigen die Lehrer aber natürlich“, will Heilinger auch den Druck etwas herausnehmen.

Rückmeldungen eingeholt

Damit man auch weiß wie es den Schülern beim Lernen zu Hause geht, sind jetzt die Lehrer aufgefordert, zu melden, ob alle Schüler erreichbar sind, diese dem Fernunterricht folgen können und ob sie Geräte zur Verfügung haben. „Es gibt genaue Vorgaben wie damit umgegangen werden muss, wenn Lehrer gar nichts mehr von ihren Schülern hören. Aber das kommt glücklicherweise ganz selten vor“, kann Heilinger berichten. Das bestätigt auch Karin Lang für Wels: „Die Schüler sind durchwegs gut erreichbar. Die Eltern engagieren sich sehr, holen Unterlagen auch von der Schule ab“.

Betreuung in der Karwoche

Begeistert sind Heilinger und Lang von der Solidarität bei den Lehrern. Sehr viele Lehrer, mehr als gebraucht werden, haben sich dazu bereit erklärt, während der Karwoche Kinder in der Schule zu betreuen. Es gibt aber ohnehin nur ganz wenige gemeldete Kinder, weiß Heilinger. „In der Bildungsregion Wels/Wels-Land/Grieskirchen/Eferding sind es durchschnittlich 50 Kinder die pro Tag betreut werden. Durchschnittlich haben sich acht bis zehn Lehrer pro Schule gemeldet“, ergänzt Lang die Zahlen: „Das ist nicht selbstverständlich, den Lehrern gebührt ein großes Danke“.

Nun wird überlegt ob und wie in den Wochen nach Ostern neuer Unterrichtsstoff erarbeitet werden kann. „Im regulären Schulbetrieb soll dieser Stoff aber dann auf jeden Fall wiederholt werden“, beruhigt Lang.

Schulveranstaltungen abgesagt

Wie lange das Homeschooling wirklich noch dauert ist noch nicht absehbar. Ein Zeithorizont ist Mitte Mai. Wichtig ist es, das Schuljahr abzuschließen. Abgesagt sind auf jeden Fall alle Schulveranstaltungen bis Schulschluss, weiß Heilinger. Eine Regelung wie mit Stornokosten umgegangen wird, wird kommen.


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