GUNSKIRCHEN. Zum 76. Jahrestag der Befreiung des KZ-Nebenlagers Gunskirchen gedachte die Gemeindevertretung den verstorbenen Kriegsgefangenen.

Mit einer Kranzniederlegung gedachten Bürgermeister Christian Schöffmann, sein Amtskollege aus Edt, Alexander Bäck, und andere Vertreter der Gemeinden Gunskirchen, Edt und Wels den Opfern des Nationalsozialismus. Zum 76. Jahrestag der Befreiung des KZ-Nebenlagers Gunskirchen (es lag in einem Waldstück nahe der B1) wurde beim KZ-Denkmal an der B1 eine Gedenkfeier mit Robert Eiter und Martin Kranzl-Greinecker (Vorstandsmitglieder des Mauthausen Komitees Österreich), Werner Retzl (Vorsitzender der Welser Initiative gegen Faschismus) und Johann Reindl-Schwaighofer (Kulturstadtrat von Wels) organisiert.
In den Traunauen zwischen Gunskirchen und Edt befand sich im Frühjahr 1945 eines der größten Nebenlager des Konzentrationslagers Mauthausen. Es war im Dezember 1944 zum Zweck der Herstellung von Flugzeugteilen aus Holz geschaffen worden. Ausgemergelte Häftlinge wurden noch wenige Tage vor Kriegsende in einem Todesmarsch, bei dem Tausende umkamen, dorthin getrieben. Am 4. Mai 1945 konnte die vorrückende US-Armee rund 17.000 Menschen befreien. Von ihnen starben allerdings noch viele während der darauffolgenden Wochen.


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