Amsterdam als Vorbild: Parks mit verschiedenen Nutzungsflächen
WELS/AMTERDAM. Der Stadtsenat nebst medialer Begleitung der Tips machte sich auf nach Holland. Nicht nur bei der internationalen Gartenbauausstellung Floriade, sondern auch in den Parks der Stadt sowie bei einem großen Entwicklungsprojekt holte sich die Truppe Inputs für den Stadtpark.

Die Handys glühten vielerorts bei den Teilnehmern. Es galt die Eindrücke von der Reise festzuhalten. . Auf der Floriade dominierte das Thema Nachhaltigkeit in der Gestaltung von Grünflächen und Parkanlagen. Vor allem ist diese Ausstellung der Startschuss für eine Verwandlung des Geländes in einen Stadtteil mit Universität, Schule, Seniorenheim und Wohnungen. Stadtgärtner Christoph Haslmayr holte sich Inputs für die Parkgestaltung: „Nachhaltigkeit in der Bepflanzung spielt sicher eine große Rolle. Es gibt einige interessante Punkte“. Bei Stadtrat Thomas Rammerstorfer (Grüne) stößt dies auf Zustimmung: „Wir müssen Klimaschutz und Nachhaltigkeit noch stärker in den Fokus richten“. Wo ginge, das besser als bei so einem großen Projekt.
Parks als Freizeitfläche und Verkehrsachse
Die Parks in Amsterdam bestechen durch eine klare Gestaltung. Es gibt grüne Wiese zum Verweilen und gepflasterte Wege für die Radler - und davon gibt es bekanntermaßen dort sehr viele - und getrennt davon Fußgänger. Ebenso sind kleine Sportzonen teilweise eingerichtet. Der Baumbestand ist integriert und auch Kunst wird gezeigt. Aber alles dezent. Die Fläche für die Nutzung wird freigehalten und wo es geht wird Wasser mit einbezogen. Dazu laden kleine Cafes oder Bars ein. Die Menschen treiben Sport und nutzen die Parks als Verkehrsachse. „Nachdem das Gelände, um das es geht, an der Traun liegt, wird Wasser sowieso eine zentrale Rolle spielen“, meint FP-Bürgermeister Andreas Rabl. Im Frühjahr 2025 rollen die Bagger an. Dann sind die Messehallen an der Traun zwischen Welldorado und Traunbrücke Geschichte. Der Park soll sich terrassenförmig Richtung Traun öffnen. Auch auf dem Gelände wird Wasser eine Rolle spielen. Autos bleiben draußen beziehungsweise wird die Festwiese außerhalb von Veranstaltungen als Parkplatz weiter zur Verfügung stehen: „Im Westteil des Messegeländes wird eine weitere Messehalle entstehen. Dazu werden wir uns auch bei der Eingangssituation zum Tierpark etwas überlegen. Das beziehen wir mit ein“, so Rabl. Vor allem das alte Messezentrum vegetiert vor sich hin und bietet Möglichkeiten. Man versucht die verschiedenen Nutzungen unter einen Hut zu bringen: „Aber für mich ist klar, dass es keine Wohnbebauung und keinen Durchzugsverkehr für Autos geben wird“. Im Vordergrund steht die Nutzung in der Freizeit sowie Gastro, aber auch temporär für Veranstaltungen oder auch Ausstellungen wie einen Lichterpfad.
Besuch im Amstelquartier
Neben der Amstel entsteht ein neuer Stadtteil auf einem ehemaligen Industriegelände. Landschaftsarchitekt Mark van Vilsteren stand der Welser Gruppe Rede und Antwort wie alles Befindlichkeiten unter einen Hut gebracht werden: „Wichtig ist immer klar strukturierte Flächen vorzugeben. Das gilt für die Wege aber auch die Flächen zum Rasten oder für Kinderspielplätze“. Außerdem sind die Parks mal mehr oder weniger eingezäunt, um auch hier eine Trennung von Wohnbereichen oder Straßenverkehr zu schaffen. Amsterdam setzt dies um und Wels kann sich Anleihen nehmen: „Es werden noch viele Gespräche folgen. Wichtig wird es sein, dass sich die Politik auf ein Projekt einigt. Es geht um sehr viel Geld und es werden hier städteplanerisch für die nächsten Generationen Pflöcke eingeschlagen. Die müssen sitzen“, sagt SP-Vizebürgermeister Klaus Schinninger. Sein Kollege aus dem Stadtsenat VP-Mann Martin Oberndorfer: „Ich kann viele Inputs für die nächsten Gespräche mitnehmen. Es wird ein wegweisendes Projekt für die Stadt entstehen, wo wir uns sehr genau überlegen müssen, was wir da wollen. Alle Wünsche werden nicht gehen“.
70 Seiten Plan
Derzeit umfasst das Projekt 70 Seiten mit Anmerkungen. Durch die Online Befragung der Menschen sind noch viele Wünsche und Anregungen dazu gekommen. Tierpark, Welldorado, Messe werden mit einbezogen, da sich durch den Stadtpark auch hier viele Änderungen ergeben. In den kommenden Monaten wird an der Ausschreibung des Wettbewerbes gebastelt. 35 bis 40 Millionen Euro sind die geschätzten Kosten. Ende 2026 soll das Projekt fertig sein.


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