Welser Fremdenpolizei am Limit: „Bürger sind verunsichert“

Gerald Nowak Tips Redaktion Gerald Nowak, 28.09.2022 13:04 Uhr

WELS. Die Registrierungsstelle der Fremdenpolizei ist die einzige in Oberösterreich. In der Republik gibt es 14. Die Beamten in der Messestadt arbeiten an der Belastungsgrenze, da der Zustrom an Asylsuchenden nicht abreißt. Diese müssen lange warten und belagern die umliegenden Parks in der Dragonerstraße: „Viele Welser Bürger sind deshalb beunruhigt und verunsichert. Eine rasche und humane Lösung ist dringend notwendig“, fordern Bgm. Andreas Rabl und sein Vize Gerhard Kroiß (beide FP).

An der Grenze werden die Asylsuchenden in einem Schnellverfahren erfasst und mit dem Zug zu den fremdenpolizeilichen Dienststellen im Land weitergeschickt. Diese Weiterreise geschieht nicht koordinert und so sind viele in Kleingruppen oder vereinzelt unterwegs. Das führt zu Beschwerden, ebenso das „Belagern von umliegenden Straßen und Parks“, wie es die beiden Kommunalpolitiker beschreiben. Die Beschwerden reißen nicht ab. Die Situation ist für alle Beteiligten untragbar. Deswegen fordern Rabl und Kroiß weitere Registrierungsstellen in Oberösterreich. Der Standort Wels ist der einzige im Land ob der Enns. Außerdem gehöre die An- und Abreise besser koordiniert. Ein Schreiben sei an den zuständigen Innenminister, Gerhard Karner, bereits ergangen.

Pro Person dauert das Verfahren (Fotos, Fingerabdrücke, Überprüfung früherer Asylantragstellungen innerhalb der Europäischen Union sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz, Personendurchsuchung, Sicherstellung eventueller Beweismittel, Erstbefragung) etwa zwei Stunden. Um das hohe Aufkommen zu bewältigen, arbeiten tagsüber 15 bis 20 und abends bis Mitternacht zehn bis zwölf Polizisten der Fremdenpolizei. Unterstützung kommt von Polizeischülern, doch der Andrang ist derzeit sehr groß. Im Schnitt kommen in Wels täglich rund 70 Asylsuchende an und werden erkennungsdienstlich erfasst. 

Kommentar verfassen



Feuerwehr musste Beifahrer befreien

WELS. In der Ortschaft Waidhausen musste am späten Mittwochabend, 30. November 2022, ein Beifahrer nach einem Kreuzungscrash von der Feuerwehr aus dem Unfallfahrzeug befreit werden.

Drei Verletzte bei Frontalcrash

OFFENHAUSEN. Ein Frontalcrash zwischen zwei PKW forderte Mittwochnachmittag, 30. November 2022 drei Verletzte.

Frau nach Überschlag aus Auto befreit

WELS. Bei einem schweren Verkehrsunfall in Lichtenegg überschlug sich Mittwochnachmittag, 30. November 2022, ein Auto. Die PKW-Lenkerin musste von den Einsatzkräften aus dem Fahrzeug befreit werden.

Totalsperre der A8 nach Unfall mit Gefahrengut-LKW

PICHL. Nachdem am Mittwoch, 30. November 2022 der 70-jährige Lenker eines Tanksattelkraftfahrzeuges mit seinem LKW kurz nach der Autobahnauffahrt Richtung Suben von der Fahrbahn abgekommen und gegen eine ...

Ein Fest für ein halbes Jahrhundert Verpartnerung

WELS. Wenn man über die Messestadt spricht, dann kann man auch über das niederbayerische Straubing reden. Beide Städte sind in etwa gleich groß und blicken auf eine lange Volksfest-Tradition zurück. ...

Gelungene Premiere für Mistelbacher Schlossadvent

BUCHKIRCHEN. Der erste Mistelbacher Schlossadvent war eine gelungene Veranstaltung und ein kräftiges Lebenszeichen der Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschule Mistelbach.

Auffahrunfall sorgte für Stau

WELS. Die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei wurden Mittwochvormittag, 30. November 2022, zu einem schweren Verkehrsunfall auf die B1 Wiener Straße in Wels-Schafwiesen alarmiert.

Schüler waren überrascht, wie viel Armut es gibt

WELS. Was es bedeutet, in Armut zu leben und konkret zu helfen, das konnten Jugendliche bei der cityChallenge in Linz und Wels erfahren.