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WELS/THALHEIM. Was Wimbledon für den Tennissport bedeutet, das ist Paris-Bercy für die Judo-Kämpfer. Dort zu gewinnen ist für jeden etwas Besonderes. Sabrina Filzmoser (Multikraft Wels) hat eine besonders gute Beziehung zur französischen Hauptstadt. Zwei Mal konnte sie das Turnier bereits gewinnen. Bei der jetzigen Auflage gab es Bronze. . „Es ist ein wunderschönes Gefühl, wieder mit den Besten der Welt am Stockerl zu stehen. Merci aus Bercy!“, freute sich Filzmoser.

Sabrina Filzmoser freute sich über ihren dritten Platz in Paris.
Sabrina Filzmoser freute sich über ihren dritten Platz in Paris.

Filzmoser besiegte die Britin Nekoda Smithe-Davis mit Wazaari für einen Konterwurf, ehe sie mit Tonjuan Lu aus China kurzen Prozess machte. Filzmoser hielt sie nach einer Minute auf der Matte fest. Dann nutzte Filzmoser auch gegen Miryam Roper (Deutschland) ihre Chance im Bodenkampf. Der Erfolg durch Festhaltegriff bedeutete den Poolsieg.

Im  Kampf um den Finaleinzug traf Filzmoser auf die als Nummer eins gesetzte Sumiya Dorjsuren. Der körperlich starken Mongolin unterlag sie durch  Festhaltegriff. Doch dann nutzte die zweifache Europameisterin aus Thalheim bei Wels im Semifinale ihre Medaillenchance: Gegen die Ungarin Hedvig Karakas, der sie bei der Weltmeisterschaft 2015 im Achtelfinale im Golden Score knapp mit einer Bestrafung unterlegen war, gelang die große Revanche. Diesmal war Filzmoser die klar bessere Kämpferin.

Wichtige Qualipunkte

Damit ist das Judo-Aushängschild in der Klasse bis 57 Kilogramm den Olympischen Spielen im kommenden Sommer wieder einen Schritt näher gekommen. Platz drei bringt der 35-jährigen Thalheimerin weitere 200 Punkte für Rio 2016.

Übrigens: Für Filzmoser war der Erfolg beim Grand-Slam in Paris-Bercy der erste Stockerlplatz im Jahr 2015 im Judo. Gewonnen hatte sie heuer bislang „nur“ in einer anderen Sportart -  bei einem  der härtesten Mountainbike-Rennen der Welt in Bhutan. Das Rennen führte über 268 Kilometer und vier Bergpässe durch den inneren Himalaja. Österreichs Grande Dame des Judosports meisterte das Rennen als schnellste Frau in tollen 16:24 Stunden.


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