Raiffeisenbank wird Milliarde knacken
WELS. Die Raiffeisenbank Wels ist die am stärksten wachsende Raiffeisenbank in Oberösterreich. Seit dem Jahr 2005 hat sie um 50 Prozent mehr Kunden und im heurigen Jahr wird die Bilanzsumme zum ersten Mal die Milliarden-Euro-Grenze überspringen.

Raiffeisenbank-Wels-Direktor Günter Stadlberger zog in einer Pressekonferenz Bilanz über das Jahr 2015, in dem einer der Höhepunkte die Fusionierung mit der Raiffeisenbank Krenglbach war.
Das nunmehr elf Bankstellen umfassende Finanzdienstleistungszentrum betreut damit 31.436 Kunden und die Bilanzsumme wuchs um 6,3 Prozent auf 967 Millionen Euro. „Sehr erfreulich“ ist laut Stadlberger auch das „Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit“, das sich auf sieben Millionen Euro beläuft. Mit 115 Millionen Euro hat die Raiffeisenbank Wels auch ein überdurchschnittliches Eigenkapital, das seit dem Jahr 2005 um 104 Prozent gesteigert werden konnte. „Wir verfügen über nahezu doppelt so viel Eigenkapital wie gesetzlich erfordert“, erklärt Stadlberger, warum die Welser Bank zu den größten und sichersten in Oberösterreich gehört. Für 2016 ist eine Ausweitung auf 120 Millionen Euro geplant. Das Betriebsergebnis soll sich mit 31. Dezember 2016 auf 7,8 Millionen Euro belaufen und die Bilanzsumme zum ersten Mal in der 134-jährigen Geschichte der Raiffeisenbank Wels mehr als eine Milliarde Euro ausmachen.
2016 steht aber auch eine Straffung der Führung an. Als erste Raiffeisenbank in Oberösterreich führt die Welser Niederlassung ein neues Modell der genossenschaftlichen Führungsstruktur ein. Die drei bestehenden Organe (Geschäftsleitung, ehrenamtlicher Vorstand und Aufsichtsrat) sollen auf zwei Organe (hauptberuflicher Vorstand und Aufsichtsrat) reduziert werden.
Die derzeitigen Geschäftsleiter Günter Stadlberger und Wolfgang Riedl werden den Vorstand bilden, der von einem starken Aufsichtsrat – in den die bisherigen ehrenamtlichen Vorstandsfunktionäre wechseln – kontrolliert wird. „Wir wollen unsere Struktur vereinfachen, modernisieren und transparent machen“, so Stadlberger. Abgestimmt wird darüber bei der Generalversammlung im Juni.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden