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WELS. Der Bescheid des Innenministeriums am Gelände der ehemaligen Landesnervenklinik ein Asylquartier und Registrierungsstelle zu errichten, lässt die Wogen hochgehen. Kritik an der Vorgehensweise besonders von Bürgermeister Andreas Rabl (FP) kommt von der Opposition: „Es war zu erwarten, dass soetwas passiert, wenn man nicht im Dialog bleibt“, sagt der geschäftsführende Stadtparteiobmann Johann Reindl-Schwaighofer (SP).

Der geschäftsführende SP-Stadtparteiobmann Johann Reindl-Schwaighofer.
Der geschäftsführende SP-Stadtparteiobmann Johann Reindl-Schwaighofer.

Die Opposition ist sich einig,  dass die Quote Wels nicht erfüllt. Man ist weit darunter und deswegen verwundert dieser Bescheid seitens des Innenministeriums nicht wirklich.

Die Ankündigung des Bürgermeisters im Herbst 2015 gegebenenfalls die Autobahn zu blockieren, plus „eben kein Dialog, führen zu diesem Bescheid. Mich wundert das nicht“, sagt Reindl-Schwaighofer. „Grundsätzlich muss man ja sagen, dass bis jetzt noch nichts passiert. Es gibt ja nur einen Bescheid. Ich denke, dass hier nur auf Vorrat verordnet wurde. Es sind bei NGO´s rund 500 Plätze frei, beim Land gut 900“, meint der Stadtrat. Jetzt heißt es endlich den Dialog suchen und nicht weiter auf stur schalten: „Der Bürgermeister kann ja auch Gespräche mit den Eigentümern des Areals führen. Mit viel mehr Ruhe kann dies alles angehen“, ist sich Reindl-Schwaighofer sicher. Aus seiner Sicht mache ein drittes Registrierungszentrum in Oberösterreich (neben Linz und Thalham) nicht wirklich Sinn.

„Nach der missglückten Absetzung der Magistratsdirektorin ein weiterer Fehler der FPÖ/ÖVP - Koalition unter der Führung von Bürgermeister  Rabl.“, meint NEOS Gemeinderat Markus Hufnagl und weiter Die FPÖ hat sich seit jeher gegen die Unterbringung jeglicher Flüchtlinge in Wels ausgesprochen. Denn wenn man „nur“ gegen die Massenunterkunft wäre, dann hätte man als Stadtregierung Alternativen aufgezeigt. Gegen eine Massenunterkunft zu sein und keine Alternativvorschläge für kleinere Einheiten zu haben ist definitiv zu wenig. Wir haben bereits in der Gemeinderatsitzung am 25. Jänner dieses Jahres davor gewarnt, dass diese Strategie des Bürgermeisters nicht aufgehen wird, denn genau gegen solche Verhinderer ist das Durchgriffsrecht gemacht worden“.


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