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WELS. Mit einem Euro kann ein Autofahrer sein Gefährt in der Innenstadt für zwei Stunden abstellen. Zwischen 12 und 13 Uhr ist es sowieso gratis, also funktioniert es über drei Stunden. Doch es tauchen auch Stimmen auf, dass die Gebührenpflicht generell abgeschafft werden muss. Es wäre ein Alleinstellungsmerkmal. Auf Facebook Tips Wels läuft eine Abstimmung.

Es wird wieder intensiv über die Gebührenpflicht in der Welser Innenstadt diskutiert.
Es wird wieder intensiv über die Gebührenpflicht in der Welser Innenstadt diskutiert.

In der Gebührenzone hat die Stadt im Vorjahr 1,26 Millionen Euro eingenommen. Das beinhaltet die Gebühren, aber auch die eingehobenen Strafen.  Das Verhältnis hat sich in den letzten Jahren verändert. Die Gebühren sinken, die Strafen steigen. Das liegt jedoch auch daran, dass die Verfügungen teurer geworden sind. Wenn alle Kosten für die Überwachung, Wartung der Automaten und Verwaltung abgezogen sind, dann bleiben für die Stadt rund 200.000 Euro übrig.

Die Meinungen wie nun weitergehandelt werden muss, gehen auseinander. Eine Erhöhung der Parkgebühren wird von niemandem goutiert. Das die Strafen auf 29 Euro erhöht wurden, steigt naturgemäß auch der Unmut. Also was tun?

Volkspartei für Gratisparken

Die Volkspartei hat schon 2009 Gratisparken beziehungsweise die Umstellung auf Kurzparkzone gefordert. Für Parteiobmann Labg. Peter Csar hat dies Vorteile. Das Parken soll nach Wunsch der ÖVP Wels wieder auf eine Kurzparkzonenregelung umgestellt werden. Wels als Handelsstadt setzt eine attraktive Botschaft an die Kunden ab. Die Öffentlichkeitswirkung durch diese Maßnahme wäre Wels sicher, was auch Kundenfrequenz bringt. Der Charme einer Innenstadt könnte mit den Vorzügen eines Einkaufszentrums verbunden werden und  die Kosten- und Ausgaben-Rechnung könnten attraktiver werden. „Wichtig ist aber auch, dass das Dauerparkkartensystem (inklusive der Bewohnerparkkarten) einem strengen Regulativ unterworfen wird und auf ein digitales System umgestellt wird!“, verlangt Csar.

Kritik vom Koalitionspartner FPÖ

Vzbgm. Raggl-Mühlberger (FP) srongt in die Bresche: „Der ÖVP-Vorschlag auf Abschaffung der Parkgebühren ist nicht zu Ende gedacht. Weder sind die Einnahmenausfälle berücksichtigt noch die negativen Folgen für die Kaufleute mitbedacht“. Die Innenstadtreferentin befürchtet, dass eine völlige Abschaffung der Parkgebühren würde daher zu einem Parkchaos in der Innenstadt sowie zu Einnahmenausfällen führt. In der Presseaussendung heißt es weiters: „Es hat sich nämlich herausgestellt, dass – vor Einführung der Parkgebühren – der Großteil der Innenstadtparkplätze trotz Kurzparkzone von Personen, die in der Innenstadt arbeiten, oder Bewohnern genutzt wurde“.


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