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WELS. Bürgermeister Andreas Rabl (FP) drückt bei seinen Vorhaben immer auf das Tempo. Es kann ihm nie schnell genug gehen. Das zeigt sich auch an der dynamischen Entwicklung der Stadt.

Bürgermeister Andreas Rabl ist seit gut zweieinhalb Jahren im Amt.
Bürgermeister Andreas Rabl ist seit gut zweieinhalb Jahren im Amt.

Tips: Seit fast drei Jahren sind Sie nun im Amt. Gibt es einen Tag, an dem Sie sich denken: Anwalt wäre doch schöner gewesen?

Rabl: Als Rechtsanwalt habe ich gelernt, Interesse und Standpunkte zu vertreten. Das hat mir in meinem Amt als Bürgermeister sehr geholfen. Das Bürgermeisteramt ist mehr als ein Beruf und jeder der mich seit meiner Jugend kennt weiß, dass ich immer in der Politik gestalten wollte. Ich bin daher mit großer Leidenschaft und Begeisterung Bürgermeister der Stadt Wels.

Tips: Was macht Wels derzeit aus. Die Entwicklung ist derzeit rasant, was macht den Reiz aus in der Stadt zu investieren?

Rabl: In Wels herrscht Aufbruchsstimmung, das belegen auch alle Zahlen. Die Leerstände in der Innenstadt sind von ursprünglich mehr als 15 Prozent auf unter 4 Prozent gesunken, die Frequenz hat sich erhöht. Gleichzeitig wurden allein 2017 mehr als 1000 Arbeitsplätze geschaffen, die Kriminalität geht zurück, die Investitionen steigen. Investoren haben in Wels die Gewissheit, dass die Verfahren in Rekordzeit abgewickelt werden. So benötigen wir für ein gewerbebehördliches Verfahren im Durchschnitt nur mehr 51 Tage. Auch die Finanzen der Stadt sind in bester Ordnung. 2017 wurde ein Überschuss von mehr als 8 Millionen Euro erwirtschaftet.

Tips: Wels baut wäre der Slogan, der wohl am besten die Stadt beschreibt. Von Umbauten im Zentrum bis hin zu vielen Wohn- und Wirtschaftsprojekten?

Rabl: In Wels gab es im öffentlichen Bereich einen Investitionsrückstau, dieser wird derzeit behoben. Es wird daher sowohl im Bereich der Straßen als auch der Amtsgebäude, Schulen und Kindergärten massiv investiert, um die Infrastruktur auf den neuesten Stand zu bringen. Alleine die Investition in die Sanierung des Stadttheaters Greif verbunden mit einem neuen Amtsgebäude wird mehr als 10 Mio. Euro kosten. Notwendig war auch die Errichtung des Parkdecks in der Neustadt, das die Parkplatznot in diesem Bereich massiv reduzieren wird. Im Bereich der Innenstadt liegt die Priorität in der Sanierung des Stadt- und Kaiser-Josef-Platzes. Die Innenstadt ist das Aushängeschild für Wels und damit Spiegel des wirtschaftlichen Aufschwungs. Vom Wachstum in der Stadt profitiert auch die Wohnungswirtschaft. Im Jahr 2017 wurden im sozialen Wohnbau mehr als 500 Wohnungen neu gebaut oder saniert, mit dem privaten Wohnbau gemeinsam dürfte sich diese Zahl verdoppeln.

Tips: Ihr Parteikollege, Innenminister Kickl, hat in den Minoriten die Polizeischule am Areal der ehemaligen Frauenklinik verkündet. Was passiert noch zum Thema Sicherheit?

Rabl: Die Errichtung der Polizeischule in Wels wurde von mir vorgeschlagen und hatte oberste Priorität, weil dadurch bis zu 450 Polizeischüler zusätzlich in der Stadt sind. Wichtig war aber vor allem ein Erstaufnahmezentrum für Asylwerber an dieser Stelle zu verhindern, weil das die Integrationsbemühungen massiv beeinträchtigt hätte. Der nächste Schritt ist die Verlegung der Polizeiinspektion „Innere Stadt“ von der Roseggerstraße auf den Kaiser-Josef-Platz. Damit sollte man das Sicherheitsproblem am KJ in den Griff bekommen. Zukünftig werden daher 36 Polizisten am Kaiser-Josef-Platz ihren Dienst versehen. Die Übersiedlung soll im Jahr 2019 erfolgen. Im Mittelpunkt steht zukünftig noch die Bekämpfung der Drogenkriminalität. Hier hat die Polizei in den vergangenen Monaten durch Schwerpunktaktionen große Erfolge verbuchen können.

Tips: Die Pipeline mit Projekten quillt über. Wo legen Sie Prioritäten?

Rabl: Die Prioritäten in der zukünftigen Arbeit liegen weiterhin in den Bereichen Sicherheit, Integration und Bildung. Dabei ist wesentlich, den Integrationsdruck – etwa durch Kopftuchverbote in Kindergärten und Schulen – zu erhöhen. Im Bereich der Kinderbetreuung werden der Ausbau und die Renovierung der Kindergärten massiv fortgesetzt. Allein in diesem Bereich werden in den nächsten 2 Jahren etwa 4 Mio. Euro investiert. Das Wahlversprechen, jedem Kind einen Kindergarten-/Krabbelstubenplatz zur Verfügung zu stellen, wenn die Voraussetzungen vorliegen, wird eingehalten. Auch die Sanierung und der Ausbau der Parkanlagen haben hohe Priorität, die Schaffung von Spielplätzen für unsere Kinder und Aufenthaltszonen für Senioren sind wichtiger Qualitätsfaktor für eine Stadt. Wels muss sich auch als Messe- und Veranstaltungsstadt wieder österreichweit positionieren. Das ist mit einem neuen Volksfest und dem MusikfestiWels im Sommer gut gelungen.

Tips: In drei Sätzen: Wie würden sie einem Nicht-Welser die Stadt beschreiben?

Rabl: Ich mache es in drei Worten: Wels pulsiert – verbindet – und ermöglicht!


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