Marchtrenker Budgetprovisorium bringt Einschränkungen
MARCHTRENK. Die Sozialdemokraten haben die absolute Mehrheit im Gemeinderat. Neun Mitglieder der Fraktionen stimmten aber gegen den Budgetvorschlag, so gibt es ein Provisorium. Das bringt aber Einschränkungen.

Kostenlose Fahrten für Senioren, Zuschüsse für Essen auf Rädern und Fahrten zur Tagesbetreuung im Bezirksaltenheim – langjährige Angebote der Stadtgemeinde werden durch die Vertagung des Budgets ausgesetzt, zählt SP-Bürgermeister Paul Mahr auch seinen Genossen, die gegen den Voranschlag gestimmt haben, vor.
Warten auf das Budget
Diese Vorgehensweise bleibt für ihn weiter unverständlich, da es weiter Rücklagen gegeben hätte. Zahlreiche Sozialleistungen und Angebote, die seit Jahren oder sogar Jahrzehnten eine gelebte Tradition darstellen, können seit dem 1. Jänner 2025 bis zur Verabschiedung des Budgets nicht mehr erbracht werden. Ein beliebtes und viel genütztes Mobilitätsangebot war der Transport im 15 Minuten Takt vom Betreuten Wohnen und Altenheim zum Wochenmarkt. Zusätzlich werden zweimal wöchentlich Personen von zu Hause abgeholt und kostenlos mit dem stadteigenen E-Bus in die Tagesbetreuung des Bezirksaltenheims gebracht. Mitarbeiter der Stadt haben dies übernommen. „Aufgrund der bezahlten Arbeitszeit für diese Angebote meiner Kollegen ist eine Fortführung seit Jänner gesetzlich nicht möglich. Ich bemühe mich jedoch, einige meiner politischen Mitstreiter für diese kostenfreien Fahrten in der Übergangsphase zu gewinnen,“ erklärt Mahr.
Schon bei der Gemeinderatssitzung im Dezember erging der Aufruf an die politischen Referenten Einsparungsmöglichkeiten in ihren Bereichen ohne Tabus zu prüfen. Bei einem tragbaren Ergebnis kann es im Februar zu einer außerordentlichen Gemeinderatssitzung kommen. „Generell werden die Ausgaben und Einnahmen plus mögliche strukturelle Änderungen in den kommenden Monaten überlegt“, so Mahr.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden