Unternehmen überlegt, ob in Wörth Zitronensäure produziert werden soll

Margareta Pittl Margareta Pittl, Tips Redaktion, 06.02.2018 08:35 Uhr

ZELKING-MATZLEINSDORF/LEHEN/WOERTH. Die Firma Jungbunzlauer evaluiert den Bau einer Produktionsstätte für Zitronensäure. Die Meinunge dazu reichen von Zustimmung bis Fundamentalopposition. Es gibt aber auch Zwischentöne.

Das Wörther Betriebsgebiet soll wachsen. Zwischen Umspann- und Schotterwerk wird ein Grundstück evaluiert. Die Firma Jungbunzlauer will dort Zitronensäure herstellen. Dazu braucht sie einerseits entsprechend gewidmeten Bauplatz und andererseits Zugang zu Grund- und Donauwasser. Anbindungen an die Westbahnstrecke, den Wasserweg Donau und die Westautobahn machen das bereits aufgeschlossene Grundstück ebenso interessant.

Zwei Gemeinden

Das Grundstück befindet sich in den Grenzen zweier Gemeinden: Leiben und Zelking-Matzleinsdorf. Ein extra gegründeter Verein will den Bau auf jeden Fall verhindert wissen. „Wir möchten, dass diese Fläche nicht verbaut wird“, sagt Karin Selhofer vom Verein „Bürgerinitiative Ritter der Au“. Der Widerstand gegen ein Bauvorhaben auf aufgeschlossenem Betriebsgebiet, in dessen unmittelbarer Umgebung bereits ein Schotterwerk, eine Müllverwertungsanlage und ein Umspannwerk stehen, klingt paradox, ist aber dank sozialer Medien problemlos möglich. Die Firma Jungbunzlauer geht deshalb auf die Bürger der betroffenen Gemeinden zu, um über den Vorgang der Evaluierung und der möglichen groben Ausführung − da noch nicht feststeht, ob überhaupt gebaut werden soll, gibt es auch noch keine konkreten Pläne − zu informieren.

Umweltverträglichkeit

Laut Josef Gaß, dem Vertreter der Firma, soll auf jeden Fall ein 25 Meter breiter Grünstreifen zur Donau und dem paralllel verlaufenden Radweg frei bleiben.Es sollen keine Schornsteine gebaut werden. Außerdem wird es eine Umweltverträglichkeitsprüfung geben, in der angrenzende Gemeinden und Bürgerinitiativen, die mehr als 200 Unterstützer aus der betreffenden Gemeinde vorweisen können, Parteistellung beziehungsweise im vereinfachten Verfahren Akteneinsicht haben. Die „Ritter der Au“ können sich also mit entsprechender Resonanz aus der Bevölkerung − ihr Verein hat derzeit 20 Mitglieder − am Verfahren beteiligen und ihre Vorbehalte darlegen.

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Kommentare

  1. Gastuser
    Gastuser07.02.2018 21:15 Uhr

    . - Offensichtlich wurde mein Account gehackt - es gibt hier mehrere Kommentare mit meinen usernamen (gastuser) die nicht von mir sind!

  2. Gastuser
    Gastuser07.02.2018 21:09 Uhr

    Jb - Ich mag Zitrone!!

  3. Gastuser
    Gastuser07.02.2018 18:12 Uhr

    Bitterer Tiefschlag für objektiven Journalismus - Lieber Herr "Vorderdorfler"! Gratulation zur "gelungenen" Recherche. Ebenso könnten Sie JB oder den Bürgermeistern Kompromisslosigkeit vorwerfen. Zwei Seiten und der objektive Journalist steht vor dem Dilemma einen "guten" Artikel vor Redaktionsschluss verfassen zu müssen. RegionalpolitikerInnen und Firmenvertreter sind Ihrer Ansicht nach glaubwürdig, während besorgte BürgerInnen sofort der Unwahrheit zu bezichtigen sind. Der Grat zur Propaganda ist hier recht schmal. Paradox, man sollte meinen, wir leben in einem Staat, wo Meinungsfreiheit, Mitspracherecht, Naturschutz, Demokratie und Pressefreiheit erwünscht wären.

    • Stefan Hinterdorfer10.02.2018 21:07 Uhr

      Antwort - Lieber Leser!
      Bei Propaganda geht es unter anderem auch um Manipulation. Das kann mit der Verbreitung von Unwahrheiten geschehen. Wenn Sie schreiben: "während besorgte BürgerInnen sofort der Unwahrheit zu bezichtigen sind", dann müssen Sie das auch irgendwie belegen.

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