Aktuelle Statistik: Verkehrsunfälle im Fokus
BEZIRK ZWETTL. Unachtsamkeit beziehungsweise Ablenkung sowie nicht angepasste Geschwindigkeit, das sind die Top zwei der Unfallursachen im Bezirk Zwettl – das entspricht auch dem österreichweiten Trend. Besondere Vorsicht im Straßenverkehr gilt den jüngsten Verkehrsteilnehmern, den Schülern.

Erstmals veröffentlichte Statistik Austria Mitte September eine interaktive Verkehrsunfallkarte, wo die Straßenverkehrsunfälle der letzten beiden Jahre auf Bezirks- und Gemeindeebene dargestellt werden können. Dazu erhält man detaillierte Informationen zu Unfallzeitpunkt, Ort, beteiligten Fahrzeugen oder Wetter- und Lichtverhältnisse. Unfälle im BezirkAn den „Unfallhotspots“ hat sich im Vergleich zu 2013 nicht viel geändert, einzig die Gemeinde Göpfritz an der Wild zählt als „Ausreißer“, ereigneten sich auf diesen Gemeindestraßen 2014 doch 18 Unfälle im Vergleich zu 2013 mit elf Ereignissen (und 14 Verletzten). Die Kommune Schönbach blieb 2014 laut dieser Statistik sogar von Unfällen verschont. (siehe Tabelle). Die Zahl der getöteten Verkehrsteilnehmer stieg bezirksweit um zwei Personen (2013: zwei Getötete). Laut der aktuellen Unfallstatistik passieren im Bezirk die meisten Verkehrsunfälle außerdem bei Tageslicht und auf Freilandstraßen, wobei Unachtsamkeit/Ablenkung und nicht angepasste Geschwindigkeit zu den Hauptursachen zählen. Dahinter folgen Vorrangverletzung (Stadtgebiet), der Einfluss von Alkohol, Drogen und Medikamenten und Übermüdung.Achtung SchulkinderMit der interaktiven Verkehrsunfallkarte kann nun auch der Schulweg des eigenen Kindes überprüft werden. Im Bezirk verzeichnete man ein verletztes Kind bei einem Schulwegunfall im Jahr 2014 (Kirchbach, Gemeinde Rappottenstein). In dieser Gemeinde machen nun besorgte Eltern nahe der „Friedhofssiedlung“ am Berg auf den gefährlichen Schulweg ihrer Kinder aufmerksam. Gefahr lauert am SchulwegSo sei elterliche Begleitung tagtäglich notwendig, erläutert Mama Barbara, schließlich müsse die Bundesstraße überquert werden, um zum gegenüberliegenden Gehsteig zu gelangen (siehe Abbildung), von dort wird der Weg hinauf Richtung Ortsmitte zur ansässigen Schule und zum Kindergarten fortgesetzt. Und die Querung gestaltet sich – vor allem im morgendlichen Frühverkehr – nicht ganz ungefährlich: Denn die Sicht ist durch die scharfe Kurve sehr begrenzt, es gelte, sich ganz auf das Gehör zu verlassen, aber Kinder können das nur schwer abschätzen. Dazu kommt noch, dass sich die von unten kommenden Fahrzeuge – bedingt durch das Ortsende – oftmals mit massiv überhöhter Geschwindigkeit nähern. So muss ein Erwachsener zuerst die Straße queren, um den wartetenden Kindern ein sicheres Startsignal zu geben. Die Gemeinde ist mit dem Problem bereits vertraut – es würde daran gearbeitet, heißt es. Eine in die Jahre gekommene Warntafel für die Autofahrer hat es bereits gegeben, diese ist jedoch nicht mehr auffindbar. Die Mütter Barbara, Alexandra und Petra wandten sich erst kürzlich an die Schutzengelaktion des Landes, mit der Hoffnung, dass bald erste Maßnahmen zur Sicherheit ihrer Kinder gesetzt werden. Denn in einer Sache sind sich die Beteiligten einig: Es muss nicht zuerst etwas passieren, bevor man reagiert. Denn jedes verunglückte Kind ist eines zu viel.Zur Verkehrsunfallkarte








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