Sonnenschutzmittel im Test

AK-Konsumentenberater Österreich AK-Konsumentenberater Österreich, Tips Redaktion, 12.07.2019 09:05 Uhr

Konsument hat aktuell 14 Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor (LSF) 30 und mehr untersucht. 

Testsieger wurde - mit 84 von erreichbaren 100 Punkten - Sundance Sonnenmilch (LSF 30) von dm. Sie erhielt als einziges Produkt bei den drei Testkriterien „Einhaltung Sonnenschutzfaktor“, „Feuchtigkeitsanreicherung“ und „Anwendung“ die Note Sehr gut. Mit einem Preis von 1,73 Euro pro 100 Milliliter ist sie das billigste Sonnenschutzmittel im Test. Dahinter folgen Sun Schutz & Pflege Sonnenmilch von Nivea mit einem Preis von 6,50 Euro pro 100 Milliliter (ml) und Sun Sensitive Delicate Softening Milk von Lancaster zu 12,38 Euro pro 100 ml.

Viele Konsumenten/-innen mit empfindlicher Haut bevorzugen sensitive Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor und ohne hautreizende Inhaltsstoffe. Öko-Test hat 20 sensitive Cremes, Balsame, Milch und Sprays mit Lichtschutzfaktor 30 und mehr auf ihre Inhaltsstoffe untersucht. Die beiden Naturkosmetik-Produkte Eco Cosmetics Sonnenmilch Sensitive 30 und Lavera Sensitiv Sonnencreme 30 mit mineralischen UV-Filtern wurden dabei mit „sehr gut“ bewertet. Von den Produkten mit chemischem UV-Filtern erhielt das Dado Sens Sun Sonnenfluid 30 die Gesamtnote Sehr gut.

Lichtschutzfaktor 30 bedeutet, dass Sie theoretisch 30-mal länger in der Sonne bleiben können als ohne Sonnenschutzmittel. Jedoch dringt trotz Sonnencreme immer ein Teil der UV-Strahlen in die Haut. Sie sollten daher die theoretisch mögliche Schutzdauer auf keinen Fall ausschöpfen. Um den auf der Packung angegebenen Lichtschutzfaktor zu erreichen, müssen Sie etwa sechs Teelöffel Sonnencreme auf die Haut schmieren. Auch wasserfeste Mittel halten im Wasser nur zum Teil auf der Haut. Cremen Sie daher nach dem Schwimmen immer gleich nach.

Immer mehr Konsumenten/-innen verzichten auf chemische UV-Filter, die wie Hormone wirken können und dadurch im Verdacht stehen, auf Körperfunktionen und Entwicklungsprozesse Einfluss zu nehmen beziehungsweise diese zu stören. Pubertierende, Kleinkinder und bereits Föten im Mutterleib reagieren besonders empfindlich auf hormonell wirksame Schadstoffe. Chemische UV-Filter können außerdem die Umwelt belasten, denn beim Schwimmen landet ein Teil des Sonnenschutzmittels von der Haut direkt im Wasser. Experten gehen davon aus, dass chemische UV-Filter mitverantwortlich dafür sind, dass Korallen ausbleichen und absterben. Die Konsumentenschützer der AK OÖ haben daher acht mineralische Sonnenschutzcremes einer chemischen Bewertung sowie einem Praxistest unterzogen. Eco cosmetics Sonnenlotion um 16,95 Euro pro 100 ml hatte dabei die Nase vorne.

Alle Tests finden Sie als kostenlose Downloads auf ooe.konsumentenschutz.at

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