Der Garten als persönliches Paradies

Susanne Winter, MA Susanne Winter, MA, Tips Redaktion, 19.06.2018 20:12 Uhr

INZERSDORF. Sommerzeit ist Gartenzeit: Wie der eigene Garten mit einfachen Gestaltungs-Tipps zum persönlichen Paradies wird, weiß Franz Klinglmüller vom Romantic Garden in Inzersdorf.

Mit Wegen, Plätzen, Sitzgelegenheiten, Sichtschutz, Blumen, Bäumen und Stauden kann der eigene Garten noch individueller gestaltet werden. Um eine harmonische Wirkung zu erhalten, gilt es jedoch einiges zu beachten. „So wie die Erde keine Platte ist, ist auch ein Garten keine Platte. Er soll Freiheit vermitteln und es darf kein Druck auf den Körper entstehen“, erklärt Franz Klinglmüller, auch bekannt als Romantic Gardener. Seit 1994 entwickelt er seinen rund 11.500 Quadratmeter großen Garten in Inzersdorf.

Offenheit und Zufälligkeit

Um ein Gefühl von Freiheit zu vermitteln, sollten Durchgänge, Türen und Pavillons zweieinhalb bis drei Meter hoch sein. Zudem empfiehlt es sich, die Kronen der Bäume auf ein angenehmes Gefühl anzuheben – bis zu sechs Meter vom Boden weg. Auch Mauern über 0,8 Meter sind zu vermeiden. Weiße und helle Farben am Rand lassen den Garten größer erscheinen. Mehrere Pflanzen von einer Sorte bringen in der Regel Ruhe in die Gartenräume. „Zufälligkeit bewirkt auf der Gefühlsebene eine Natürlichkeit und schmeichelt der Seele“, weiß Franz Klinglmüller.

Geometrie im Garten

„Abfließende Flächen beschneiden das Nestgefühl und ziehen förmlich die Energie ab. Häuser in Hanglage brauchen optische Tricks, ansonsten lastet der Druck des Berges auf dem Haus“, erklärt der Romantic Gardener aus Inzersdorf: „Durchgehende Linien zerschneiden oder schneiden den Garten ab. Auch oben kantig geschnittene Hecken wirken zerschneidend. Ein Radius macht die Hecke weich wirkend und lässt den Garten größer erscheinen. Zudem sorgen ineinander laufende Strukturen für ein Gefühl der Zusammengehörigkeit.“

Das braucht ein Garten

Einige Gestaltungselemente sind, laut dem Experten, in einem Garten unverzichtbar: „Ein Garten braucht Wasserstellen, gute Erde, Hügel, Sichtachsen, Licht und Schatten. Auch Platz für kleine Tiere kann in jedem Garten geschaffen werden. Es gilt jedoch immer: In deinem Reich gelten deine Regeln!“

Mittel gegen Buchsbaumzünsler

Pilzkrankheiten können fast alles vernichten. Hauptinfektionszeit ist April und Mai. Der Buchsbaumzünsler entwickelt sich bei einer Temperatur von 15 Grad Celsius in 70 Tagen vom Ei bis zum Falter. Je wärmer die Tage umso mehr Generationen gibt es. Gegen Buchsbaumzünsler und Buchsbaumpilz hat sich der biologische kohlensäurehaltige Algenkalk bewährt.

Algenkalk für den Buchsbaum

Der Algenkalk wird vom Schmetterling des Buchsbaumzünslers gehasst und er meidet ihn als Brutplatz. Die Kokons der Raupen werden dadurch verklebt.

„Wir verwenden den Algenkalk inzwischen einige Monate. Im Buchsbaum entsteht eine Art Kalkschild. Bereits vorhandene Raupen flüchten auf die äußeren Spitzen der Äste, wo ihnen in der Regel die Vögel den Gar aus machen oder man sprüht das biologische Pflanzenschutzmittel Xentari® darüber“, rät Franz Klinglmüller.

Gute Erde ist wichtig

Gute Erde hat die natürliche Funktion, Wasser über einen längeren Zeitraum optimal zu speichern. „Regenwurmhumus bringt – selbst als Rosendüngung – erstaunliche Ergebnisse. Die Düngung sollte wasserspeichernd und gleichzeitig biologisch erfolgen. Biologische Dünger wirken von unten nach oben, daher immer bei Nachdüngung 30 mm Löcher 25 cm tief bohren. Mit wurzelbildenden Pilzsporen werden die Pflanzen überversorgt und somit noch robuster“, sagt der Inzersdorfer Gärtner. Weitere Infos unter Tel.: 0699/19009696

 

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