Unvergesslicher Pistenspaß: das gilt es zu beachten

Sevim Demir Sevim Demir, Tips Redaktion, 08.01.2020 13:18 Uhr

OÖ. Ein Sturz auf der Skipiste hat oftmals schmerzhafte und langwierige Folgen. „Achtung auf der Skipiste“ warnt daher die Ärztekammer für Oberösterreich. 

Skifahren verlangt Bewegungen und Fähigkeiten, die im Alltag nur selten trainiert werden. Daher sollte man niemals ganz untrainiert auf die Bretter steigen, warnt Helmuth Ocenasek, Sportmediziner und Referent für SportärztInnen der Ärztekammer für Oberösterreich: „Idealerweise hat man ja eh schon das ganze Jahr mit regelmäßigem Joggen, Fahrradfahren oder Schwimmen verbracht und ist somit fit für die um bis zu 20 Prozent gesteigerten Ansprüche an das Herzkreislaufsystem durch die Höhenlagen. Außerdem sollte zumindest einige Wochen vor dem Skiurlaub mit spezieller Skigymnastik begonnen werden, um die Gesäß-, Oberschenkel-, Waden- und Hüftmuskulatur auf die sportliche Beanspruchung vorzubereiten.“

Knieverletzungen treten häufig auf

Ganz oben auf der Liste der Verletzungen stehen Knieverletzungen, gefolgt von Schulter- und Kopfverletzungen. „Die Hälfte aller Skifahrer verletzt sich in den ersten zwei Tagen ihres Skiurlaubes. Der Grund ist meist Selbstüberschätzung und Überanstrengung. Den Skitag in zwei Hälften aufzuteilen ist besser, als den ganzen Tag durchzufahren. Wer drei Tage am Stück Skifahren ist, sollte spätestens nach dem dritten Tag eine Pause einlegen, da ansonsten die Übermüdung in den Muskeln zu Koordinationsproblemen und damit zu sturzbedingten Verletzungen führen kann“, rät Helmuth Ocenasek

Kontrolle vor dem Pistenspaß

Bevor man in den Winterurlaub aufbricht, sollte man Skibrille, Helm und Stöcke auf etwaige Mängel prüfen – denn laut Ocenasek sind rund 80 Prozent aller Skiunfälle sind auf schlechte Sicht, Wahrnehmungs- oder Materialfehler zurückzuführen.

Auf Jagatee und ein Schnapserl lieber verzichten

Glühwein, Jagatee oder auch ein Schnapserl beim Einkehrschwung – für viele gehört Hochprozentiges für einen gelungenen Skitag dazu. Doch bereits kleine Mengen Alkohol können die Reaktions- und Koordinationsfähigkeit mindern. Promillegrenzen gibt es auf der Skipiste nicht, dennoch hat auch Alkohol auf der Piste seine Folgen: Wer betrunken einen anderen Wintersportler verletzt, muss mit einem Verfahren rechnen – und damit auch ähnlichen Strafen, wie bei einem Autounfall.

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