Falls am Ende des Geldes noch viel Monat übrig ist, trotzdem aber ein neues Auto für die Familie her soll, empfiehlt sich ein Blick auf den Citroën C3 Aircross.

C3 Aircross und Familie? Haben die Franzosen dafür nicht den C5 im Schauraum stehen? Ja, eh, aber eben nicht nur. Citroën hat den neuen C3 massiv in die Länge gezogen und mit einem Gardemaß von knapp 4,40 Meter mal eben so in das Segment der Kompakt-SUV´s befördert. Das lässt sich neben Zahlen auch mit handfesten Neuerungen belegen: Als Benziner und Hybrid wird der C3 Aircross auch mit bis zu sieben Sitzen angeboten.
Die hinteren Plätze sind zwar nur für Kinder geeignet, mangels Zauberkünste bleiben bei voller Nutzung auch nur 40 Liter Kofferraumvolumen. Aber es zeigt, wozu der C3 fähig ist, wo Citroën ihn sieht oder gerne sehen würde. Wählt man die klassische 5-Sitzervariante, wird man mit einem Kofferraumvolumen von 460 bis 1.600 Litern belohnt. Und das nicht auf Kosten der Passagiere, selbst Großgewachsene halten es auf der Rückbank gut aus. Auf den Vordersitzen sowieso.
Der Blick schweift dabei über ein teils klassisches, teils avantgardistisches Interieur. Schön, dass Citroën bei allem Preisdruck hier noch eigene Ansätze gefunden hat. Dem unausweichlichen Hartplastik hat man via Stoff-Einlangen quasi den Schrecken genommen, die in einem schmalen Band vor der Windschutzscheibe angebrachte digitale Tachoeinheit einfach als Head-up Display klassifiziert. Passt so. Detto die Bedienung, dank logisch strukturiertem 10,25“ Screen und analoger Klimaregelung.
Das Angebot an Antrieben zeigt sich klein aber fein, drei Varianten stehen zur Wahl. Die könnten unterschiedlicher nicht sein, ein 100 PS starker Turbobenziner, ein 145 PS leistender Vollhybrid und der von uns getestete ë-C3 buhlen um Kundschaft. Damit wird die Entscheidung fast zu einer Grundsatzfrage, wobei aus unserer Sicht ehrlicherweise am Hybriden fast kein Weg vorbei führt. Preislich im Mittelfeld, dabei aber die mit Abstand besten Fahrleistungen bei geringem Verbrauch machen ihn zum gar nicht mal so heimlichen Top-Modell.
Warum dann also doch den ë-C3 nehmen? Nun, bei passendem Mobilitätsalltag ist die elektrische Variante sicher die entspannteste Möglichkeit, einen C3 Aircross zu fahren. 113 PS und 125 Newtonmeter reichen für flottes Vorankommen, der Antritt ist e-typisch spontan und kraftvoll, 12,9 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/h reichen völlig. Da passt auch das extrem komfortable Fahrwerk. Heißt ja nicht umsonst „Advanced Comfort“, ist ab der Ausstattung „Plus“ auch Teil der Sitze.
Einzig echte Einschränkung ist die Reichweite. Unser „Standard Range“-Modell schafft via 44,2 kWh kleinem Akku laut WLTP 309 Kilometer, trotz Unterstützung des Turbo-Frühlings begannen wir bereits nach 200 Kilometern mit der Suche nach einer Ladestation. Wie gesagt, bei stimmigem Streckenprofil und Alltag reicht das völlig. Falls nicht: Die „Extended Range“-Variante hat bis zu 400 Kilometer im Talon, bei einem Mehrpreis von 2.000,00 EUR sicher eine Überlegung wert.
Weil die Preise generell attraktiv gestaltet sind. Das Basismodell mit Benziner gilt mit 19.660,00 EUR überhaupt als Preisbrecher. Der ë-C3 startet bei 27.880,00 EUR, das Top-Modell liegt bei immer noch freundlichen 34.440,00 EUR.
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Echt lässig: Das lässiges Design keine Kostenfrage sein muss.
Echt stressig: Argumente gegen den Hybriden zu finden.
Echt fett: Dass er günstig, aber nicht billig ist.
Echt schade: Gute Serienausstattung, aber Winterpaket nur als Option.
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Daten Citroën ë-C3 Aircross Standard Range
Motor: 44,0 kWh Lithium-Phosphat-Batterie (Netto)
Höchstleistung: 113 PS
Dauerleistung: 72 PS
Max. Drehmoment: 125 Nm
Reichweite: ca. 250 km
Vmax: 132 km/h
0 auf 100 km/h: 12,9 Sek
Preis ab 27.880,00 EUR










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