Nesterlsuche am Kinderplanetenweg

Online  Redaktion Online Redaktion, Tips Redaktion, 07.07.2017 10:15 Uhr

Ostern steht vor der Tür, und so wie jedes Jahr warten auch heuer wieder von Karsamstag bis Ostermontag gut versteckte Osternesterl auf wanderfreudige Tips- Leser. Diesmal hoch über Linz, in der schönen Stadtrandgemeinde Lichtenberg, wo „Cosmi“, das Männchen aus dem All, zu einer abenteuerlichen Reise in die unendliche Weite der Galaxis entführt.

Mit den Neubauten von Seelsorgekirche und Gemeindezentrum, verbunden durch den kunstvoll gestalteten Dorfplatz, erhielt Lichtenberg ein völlig neues, modernes Ortsbild. Den Platz vor dem Amtseingang zieren Wandertafeln und das Sonnensymbol als Startpunkt für den 7,4 km langen Kinderplanetenweg. Dieser macht die Größenverhältnisse unseres Sonnensystems sichtbar und erlebbar. Im Maßstab von 1:700 Mil. km schrumpft die Sonne auf einen Durchmesser von 2 m, die Erde auf 2 cm und die Entfernung von der Sonne zum Neptun auf 6,4 km.

Bei normalem Wandertempo wäre man mit mehrfacher Lichtgeschwindigkeit unterwegs. Am Schutzweg nahe der Sonne wird die Straßenseite gewechselt und dem Gehweg an der Lichtenbergstraße gefolgt. 150 Schritte entfernt harrt bereits vor dem Kindergarten Planet Merkur seiner Entdeckung. Etwa im selben Abstand folgen Venus und Erde, etwas weiter der Mars. Sämtliche Stationen sind exquisit gestaltet und mit interessanten Infos versehen. Wir haben inzwischen das Ortsgebiet verlassen und folgen weiter der Straße, die uns in den Ortsteil Neulichtenberg leitet.

Ein Baumlehrpfad mit der dazwischen liegenden Planetenstation Jupiter und die liebliche Landschaft lassen uns das Asphaltstück recht kurzweilig erscheinen. Im Ort wird das Gasthaus Reisinger, dann der Sportplatz angesteuert. Gleich dahinter, bei einem Bacherl am Waldrand, erwartet uns eine verträumte Rast am stürmischen Saturn. Vor dem Hofladen Leitner (von ihm kommen heuer die Ostereier) warten Geißlein auf Streicheleinheiten. Durch Wiesen und kleine Waldschöpfe (hier gut auf die „Cosmi-Wegschilder“ achten, auch ein Jubiläumsweg bindet ein) geht es sanft ansteigend zu den Häusern in Mühlberg, dann steiler werdend, entlang der Gemeindegrenze (rechts Lichtenberg, links Gramastetten) zum Planeten Uranus. 2,9 Milliarden km von der Sonne entfernt, wäre eine Eintragung ins Gipfelbuch angebracht, zumal nun im Irdischen der höchste Punkt (800 m) des Rundweges erreicht ist. Nur wenige Meter weiter befindet sich, von Bänken gesäumt, der 3-Gemeinden-Stein. Ein josefinischer Grenzstein, an dem die Ritzungen GG (Gem. Grama-stetten) GE (Gem. Eidenberg) und GLP (Gem. Lichtenperg) mit der Jahreszahl 1788 noch gut zu sehen sind.

Ein nahezu ebener Waldpfad führt nun hinaus zur Wipfelbergstraße und jenseits über Höhenweg – Kramerweg zu einem schönen Mühlviertler Steinbloßhof. Kurz danach beim granitenem Bildmarterl eine Wegteilung: Links aufwärts ergäbe sich mit dem AV-Weg 144 hinauf zum Giselahaus (Gasthof Gis zu den Osterfeiertagen geöffnet) und hinab auf AV-Weg 109 eine lohnende Zusatzvariante (¾ Std.), bei der auch noch der viertelstündige Abstecher zur Giselawarte eingeplant werden könnte. Cosmi dagegen weist gerade aus, über die Kuhwampe hinab zum Wildgehege beim Kaiserhof (Einbindung der Gisvariante) und mit netten Ausblicken auf Linz und den Pöstlingberg abwärts zum Planet Neptun und zurück zur Sonne.

 

von MICHAEL WASNER

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