Matrassteig auf den Brandstetterkogel

Online  Redaktion Online Redaktion, Tips Redaktion, 11.07.2017 09:50 Uhr

Der Brandstetterkogel mit seiner urigen Schutzhütte und dem wunderschönen Ausblick auf das Donaustädtchen Grein zählt zu den reizvollsten Ausflugszielen im Donautal. Attraktiv und bestens markiert sind auch die Wanderwege durch die nahezu unberührten Hangwälder, die gleich neben der Donaubrücke in Tiefenbach ihren Ausgang nehmen.

Bereits von der Infotafel am Parkplatz beeindruckt der Donaublick zur Greinburg. Rechts hinten das erste gelbe Wegschild des Matrassteiges 463, der sich gleich so richtig schön zum Warmwerden über ein Dutzend gut angelegter Serpentinen die Donauleiten empor schlängelt. Nach 150 Höhenmetern ist das Ärgste geschafft und der Steig schwenkt nun annähernd horizontal in die Waldflanke zu einer Wegteilung. Auf dem rechts abzweigenden Steig 463a über Gipfelstein zur Schutzhütte am Brandstetterkogel lässt sich der Matrassteig zu einer netten Gipfelrunde ausdehnen. Nahezu ebene Forstwege wechseln mit sanften Steigungen, ein steilerer Pfad führt vorbei am 2006 errichteten Friedenskreuz (Buchkassette) hinauf zur Aussichtskanzel Gipfelstein (519 m – 50 Min.).

Nach kurzer Kraxlerei durch die Blockburgen geht„s durch Mischwald hinaus auf eine Wiese (Achtung Wegweiser links am Baum – nicht vom ausgetretenen Pfad zur Querung der Wiese verleiten lassen) und am Waldsaum tief abwärts zur Einfurchung des Sandbaches. Ein nicht zu vermeidender Höhenverlust, der jenseits des Baches beim Anstieg auf den Brandstetterkogel (532 m – 1 ½ Std.) wieder wettzumachen ist. Dort erwartet uns anstatt eines Gipfelkreuzes die Viktoria Adelheid-Schutzhütte zur Einkehr, wo Hüttenwirt Franz Nußbaumer mit erfrischenden Getränken und hausgemachten Schmankerln aufwartet (dienstags gesperrt). Der Blick von der Veranda hinab auf das Donaustädtchen Grein ist einmalig, die Aussicht über das Mühlviertel bis weit hinauf in die Landeshauptstadt Linz überwältigend.

Auf gleichem Weg geht“s vorerst zurück zum Sandbach, dann auf „463“ entlang des Grabens Richtung Tiefenbach. Nach einem längeren Forststraßenstück gelangen wir an den Anfang bzw. ans Ende des seit 1926 bestehenden Matrassteiges, benannt nach dem ehemaligen ÖTK-Präsidenten Franz Matras. Wer schon müde ist, sollte besser rechts auf den Umgehungsweg zur Donau ausweichen, denn der Steig steigt nun im Hangwald wieder etwas an. Seilpassagen helfen in den Steilflanken, über die verstreut liegenden Urgesteinsblöcke hinweg zu kommen, exponierte Felskanzeln verführen immer wieder zum Tiefblick auf die Donau und hinüber nach Grein, zudem hat der Weg fast alpinen Charakter. Einen letzten Höhepunkt liefert die an einem Quellbach erbaute Ritterburg mit Waldhöhle, ehe wir wieder die Abzweigung zum Gipfelstein erreichen und auf bereits bekanntem Weg zum Donauparkplatz absteigen.

 

von MICHAEL WASNER

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